lesenswert mit Denis Scheck

lesenswert mit Peter Stamm und Theresa Pleitner

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Denis Scheck

Peter Stamm über sein neues Buch "In einer dunkelblauen Stunde" und über das, was man fürs Schreiben opfern muss…
Und: Theresa Pleitner und ihr Debütroman "Über den Fluss".

Im Gespräch mit Peter Stamm

Seit der Veröffentlichung von "Agnes" 1998 ist der Schweizer Schriftsteller eine feste Größe des deutschsprachigen Literaturbetriebs. "In einer dunkelblauen Stunde" ist sein neuer Roman, der pünktlich zu Peter Stamms 60. Geburtstag erscheint.

Die Hauptfigur des Romans, Richard Wechsler, wird von zwei Filmemachern begleitet, die einen Dokumentarfilm über ihn drehen wollen. Die Idee zu diesem Plot? Die kam Peter Stamm als Schweizer Dokumentarfilmer ihn beim Schreiben eines Buches begleiten wollten. Entstanden ist der Film "Wechselspiel" für das Schweizer Fernsehen und der Roman "In einer dunkelblauen Stunde". So verschwimmen die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion...

"Im Schreiben verzichtet man aufs Leben."

Peter Stamm, geboren 1963, lebt in der Schweiz. Seine Arbeiten wurden in 37 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis 2014 und dem Solothurner Literaturpreis 2018. 2018 erhielt Peter Stamm auch den Schweizer Buchpreis. Neben seinen Romanen erschienen fünf Erzählsammlungen und ein Band mit Theaterstücken.

In der Amerika-Gedenkbibliothek mit Theresa Pleitner

Theresa Pleitner spricht mit Denis Scheck über das Schreiben, über ihre Arbeit als Psychologin und über Machtverhältnisse und Missstände.

Was hat es mit dem "Weißen Papier" auf sich? Wie kann man als Psychologin den Menschen in einer Unterkunft helfen? Was befindet sich "auf der anderen Seite der Stadt"? Über diese Fragen diskutiert die Autorin mit Denis Scheck in der Amerika-Gedenkbibliothek in Berlin, wo sie häufig am Buch arbeitete.

"Diese Geschichte ist gewissermaßen erfunden und auch nicht erfunden. Wie so viele Geschichten vermutlich."

Theresa Pleitner studierte Literarisches Schreiben in Leipzig und Psychologie in Heidelberg und Berlin. Die geborene Autorin arbeitete als Psychologin selbst schon in einer Unterkunft für Geflüchtete. "Über den Fluss" ist ihr erster Roman, dessen unveröffentlichtes Manuskript für den Amadeu-Antonio-Preis nominiert wurde und mit dem Retzhof Preis für junge Literatur ausgezeichnet wurde. Theresa Pleitner lebt in Berlin.

Gespräch Peter Stamm – Wenn es dunkel wird

Ein Mann geht in Pension und schwebt eines Nachts davon. Eine junge Frau verschmilzt mit einer Skulptur, und ein Familienvater gerät in ein märchenhaftes Hexenhaus. In Peter Stamms neuen Erzählungen bekommen die Phantasien der Figuren ihre eigene Realität. Beunruhigende Geschichten, kunstvoll erzählt.
Anja Brockert im Gespräch mit dem Autor Peter Stamm.

S. Fischer Verlag, 192 Seiten, 21 Euro
ISBN 978-3-10-002226-4

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Buchkritik Peter Stamm - Das Archiv der Gefühle

Er geht auf die 60 zu und wird in den Vorruhestand versetzt. In seinem neuen Roman "Das Archiv der Gefühle" erzählt Peter Stamm von einem Archivar, der mit der Pensionierung in eine Identitätskrise gerät. In seiner Einsamkeit macht er sich auf die Suche nach Franziska, seiner ersten Liebe. Ein ruhiger, etwas schleppender Roman über Erinnerung.
Rezension von Martin Grzimek.
S. Fischer Verlag, 189 Seiten, 22 Euro
ISBN 978-3-10-397402-7

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Zum 100. Geburtstag von Friedrich Dürrenmatt Peter Stamm: Mein Dürrenmatt

Exklusiv für SWR2 erinnert sich der Schweizer Schriftsteller Peter Stamm an sein einstiges Vorbild Friedrich Dürrenmatt. Bis heute ist er für ihn ein großer Autor, aber über die Jahre ist die Liebe zu Dürrenmatts Werk ein wenig erkaltet. Warum das so ist, erklärt Peter Stamm in diesem persönlichen Text.

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