Ein Film von Margit Kehry
Hoppstädten-Weiersbach liegt mitten im Wald, an der Grenze zum Saarland. Knapp 3.600 Menschen leben in der Gemeinde. Ziemlich abgelegen vermutet man, dabei gibt sich die Welt hier die Klinke in die Hand. Erst die US-Army, jetzt die Chinesen. In den alten US-Kasernen leben rund 1.000 chinesische Neubürger.
Sie haben eine sogenannte Weltfabrik gegründet und handeln mit allem, was sich verkaufen lässt. Und sie studieren nebenan an der Uni. Der Umweltcampus ist die einzige Hochschule, die sich allein aus erneuerbarer Energie versorgt. Umweltthemen sind auch der Schwerpunkt der Uni. Hier qualifizieren sich viele junge Chinesen für ein Studium in Deutschland. Doch jetzt ist es ruhig geworden um dieses Programm.
Viele junge Chinesen haben aus Angst vor dem Coronavirus die Uni verlassen. Auch im Headquarter der "Weltfabrik", dem Handelszentrum für 1.000 Kleinunternehmer aus dem Reich der Mitte, ist es still hier geworden. Die Lieferketten von China nach Deutschland und umgekehrt sind gerissen. In Hoppstädten-Weiersbach stecken nicht nur Chinesen im Zwiespalt zwischen der einen neuen und ihrer alten Heimat.
Eine junge Frau aus Indien hat in Deutschland die große Liebe gefunden. Doch was wird aus ihrer Familie in Indien? Und wie kommt ihr Bruder zurecht, der sich hier mit seinem indischen Restaurant eine viel versprechende Existenz aufgebaut hat?