Natürlicher Snack So gesund sind Nüsse

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Sie sind nicht nur sehr lecker, sondern durch ihre wertvollen Inhaltsstoffe auch äußerst gesund. Nüsse sind zwar fett- und kalorienreich, enthalten aber sogenannte gute, einfach oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Dauer
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Sendezeit
20:15 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

In 100 Gramm stecken je nach Sorte zwischen 45 und 70 Gramm Fett. Studien belegen, dass der regelmäßige Verzehr von Nüssen die Blutfette, insbesondere das Cholesterin, senkt und damit auch das Risiko für Herzinfarkte verringert.

So gesund sind Nüsse

Walnüsse auf einem Tisch (Foto: Colourbox)
In der Walnuss stecken vor allem Omega-3-Fettsäuren, die zum Schutz des Herzens beitragen. Außerdem wirkt sie gefäßerweiternd und sorgt damit für eine bessere Durchblutung. Bild in Detailansicht öffnen
Die Pekanuss zeichnet besonders der hohe Gehalt an Zink aus. Dieses ist wichtig für die Wundheilung und die Stärkung der Immunkräfte. Und sie ist Spitzenreiter was Vitamin-B1 betrifft. Dieses Vitamin spielt eine wichtige Rolle bei allen Stoffwechselprodukten. Anton Ignatenco Bild in Detailansicht öffnen
Die Haselnuss wächst vielerorts in Deutschland – die Haselnüsse aus dem Supermarkt kommen aber meist aus der Türkei, denn dort sind die größten Anbaugebiete. Die Haselnuss ist Spitzenreiter unter den Nüssen was den Vitamin E-Gehalt anbetrifft. Vitamin E wirkt antioxidativ und trägt zum Schutz unserer Zellwände bei. Bild in Detailansicht öffnen
Die Paranuss hat einen kleinen Nachteil – sie hat einen sehr hohen Fettgehalt, vor allem an einfach gesättigten Fettsäuren. Andere Nüsse sind ihr in diesem Punkt überlegen. Bild in Detailansicht öffnen
Italien und Sizilien sind berühmt für ihre Mandelbäume. Die Mandeln aus dem Supermarkt kommen aber meist aus Kalifornien, denn da gibt’s die größten Anbaugebiete. Die Mandel hat vor allem sehr viele Ballaststoffe – allerdings nur, wenn die Schale noch dran ist. Außerdem zeigen viele Studien, dass Mandeln vor Arteriosklerose und Herzinfarkt schützen können. Bild in Detailansicht öffnen

Gesalzene und geröstete Nüsse enthalten weniger Nährstoffe

Insgesamt bieten Nüsse wichtiges Eiweiß, Spurenelemente und Ballaststoffe. Ihr hoher Gehalt an Magnesium und Vitamin B machen Nüsse außerdem zur sogenannten „Nervennahrung“. Geröstete und gesalzene Nüsse sind jedoch nicht ganz so gesund: Geröstete Nüsse wurden erhitzt – durch Hitze verlieren die Nüsse aber wertvolle Fettsäuren und Vitamine. Und gesalzene Nüsse enthalten große Mengen Kochsalz, welches zu Bluthochdruck führen kann.

Intensiver Geschmack durch Rösten

Auch wenn durch das Erhitzen wertvolle Nährstoffe verloren gehen: Alle Nüsse entfalten durch Rösten in einer Pfanne ohne Fett einen besonders aromatischen Geschmack. Beim Erhitzen sollte man aber gut aufpassen, denn oft liegen nur wenige Sekunden zwischen intensivem Aroma und verbranntem Geschmack. Die Nüsse nach dem Rösten rasch aus der Pfanne nehmen, weil sie durch die Restwärme nachrösten.

Mit Nüssen und Nussöl Speisen verfeinern

Nüsse eignen sich natürlich bestens zum Backen und für Müslis. Aber auch in herzhaften Gerichten sorgen sie für eine knackige Komponente, wie etwa bei diesen Rezept-Ideen: Kürbisspalten im Ofen werden mit Nüssen super gesund. Frisch und fruchtig, so verfeinern Mandeln ein Orangen-Feigen-Carpaccio. Auf einem Flammkuchen mit gehobelten Haselnüssen passen sie bestens zu Speck und Zwiebeln.

Nussöle geben Speisen ein besonders Aroma. Zum Beispiel ist Erdnussöl zum scharfen Anbraten sehr beliebt, da es hohe Temperaturen aushält. Gleiches gilt für Kokosöl. Walnuss- und Haselnussöle eignen sich besser für die kalte Küche, zum Beispiel zum Verfeinern von Salaten.

Am besten ganze Nüsse kaufen

Die meisten Nüsse werden zwischen Oktober und Dezember geerntet. Dank guter Lagerfähigkeit gibt es sie das ganze Jahr über zu kaufen, aber frisch schmecken sie am besten. Einige konventionell angebaute Nüsse werden gebleicht oder begast, bei Bio-Ware ist das nicht erlaubt. Wenn möglich, sollten Verbraucher immer ganze Nüsse kaufen und sie bei Bedarf selber frisch mahlen. In einem luftdicht verschlossenen Gefäß können zerkleinerte Nüsse im Kühlschrank bis zu vier Wochen, im Gefrierfach gut ein Jahr aufbewahrt werden.

Nüsse richtig lagern

Generell sollten Nüsse dunkel, kühl, trocken und luftig gelagert werden. Am besten bewahrt man sie in einem Netz, Papp- oder Holzkarton auf. Ungeschält halten Nüsse bis zu einem Jahr. Geschält, gemahlen oder geraspelt werden sie schneller ranzig oder schimmelig. Ohne Schale halten Nüsse – je nach Sorte – drei bis sechs Monate. Paranüsse, Pistazien, Erdnüsse und Mandeln sind besonders anfällig für Schimmel - was man aber nicht immer sehen kann. Die giftigen Substanzen lassen sich auch durch Kochen, Einfrieren oder Rösten nicht beseitigen. Schlecht schmeckende oder riechende Nüsse sollten deshalb weggeworfen werden.

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