Kirchstraße in Kastel-Staadt

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Ein Film von Uwe Reiter

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Die Kirchstraße ist eine Nebenstraße in Kastel. Der Ort liegt hoch auf einem Felsplateau über der Saar. Unten im Tal direkt am Fluss: der zweite Teil des Ortes: Staadt. Kastel-Staadt hat 420 Einwohner.

In Kastel hatten die Kelten und Römer ihre Standlager. Franziskaner bauten eine Eremitenbehausung in den steilem Felsen und eine kleine Kreuzkapelle. Friedrich Schinkel errichtete für Preußens Kronprinz Friedrich-Wilhelm IV an dieser landschaftlich überaus reizvollen Stelle die Grabeskirche für den blinden König Johann von Böhmen. Auch das heutige Bürgerhaus, die ehemalige Schule, ist ebenfalls ein Bauwerk von Friedrich Schinkel.

Die Wirtschaft von Kastel-Staadt wurde von Landwirtschaft, Weinbau und Viezobstanbau geprägt. In der Kirchstraße lebt ein Schnapsbrenner. Er hat eigene Streuobstwiesen und macht nicht nur Schnaps, sondern auch den hier traditionellen Viez. Außerdem restauriert er Traktoren. Obwohl früher in jedem Haus Landwirtschaft betrieben wurde, gibt es in der Kirchstraße keinen einzigen Landwirt. Aber einen Lohnunternehmer, der mit riesigen Harvestermaschinen Waldarbeit verrichtet.

In der Straße hat sich einiges verändert. Die alte Kirche zum Beispiel wurde durch eine neue ersetzt. Von den alten Bauernhäusern haben sich noch einige erhalten. In einem von ihnen wohnte einige Jahre lang der berühmte Schriftsteller Arno Schmidt. Der Film erzählt davon und von dem Leben in der Kirchstraße früher und heute.

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