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Ein Film von Harald Hort

Dauer

Monzingen ist ein Dorf mit rund 1.600 Einwohnern und liegt an der Nahe, nur durch die Bundesstraße 41 vom Fluss getrennt. Von der Existenz des Ortes weiß man seit dem 8. Jahrhundert. Doch schon viel früher wohnten Kelten und Römer hier. 1355 war es niemand geringeres als Kaiser Karl IV, der dem Ort die Stadtrechte verlieh.

Gleich bauten sich die Monzinger eine Stadtmauer und in deren Schutz ein wunderschönes Stadtzentrum entlang der heutigen Hauptstraße. Immer noch stehen stolze historische Häuser an dieser Stelle. Das älteste stammt allerdings "erst" aus dem 16. Jahrhundert. Alle zusammen bilden ein außergewöhnliches und schönes Ensemble.
Aber alle haben auch dasselbe Problem: Sie altern - mehr oder weniger dramatisch - und machen es ihren Besitzern nicht leicht, sie zu erhalten. Vier Eigentümer von vier historischen Gebäuden gingen und gehen mit diesem Problem sehr unterschiedlich um - mit sehr verschiedenen Ergebnissen, die das Aussehen der Hauptstraße prägen.

In einem Fall begannen die Sanierungen schon in den 70er Jahren und gehen jetzt in die zweite Runde. Das Haus gegenüber hat es in der Vergangenheit nicht so gut getroffen, entsprechend hoch ist der Renovierungsaufwand für den neuen Eigentümer, der sich seinen Enthusiasmus jedoch nicht rauben lässt. Einer, der die Probleme mit seiner "Gebäude-Rarität" schon hinter sich zu haben glaubte, ist gerade dabei, seine positive Einstellung zu überdenken. In einem anderen Fall kam in den 60ern der Abrissbagger. Aber auch das war nicht die Lösung aller Probleme.

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