Mit Grün gegen das Alltagsgrau

Tipps und Tricks zur Pflege von Zimmerpflanzen im Winter

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Gerade wenn es draußen grau ist, mögen wir es drinnen grün. Warum Zimmerpflanzen da eine gute Wahl sind und wie man sie richtig pflegt - wir geben ein paar Tipps.

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Licht - Welche Rolle es für Zimmerpflanzen spielt

Im Winter können Pflanzen unter Lichtmangel leiden, dann werden die Blätter gelblich oder bräunlich verfärbt, verkümmern oder fallen ab. Deshalb möglichst diesen Pflanzen einen Platz am Südfenster gönnen. Aber vorsichtig bei den ersten Sonnenstrahlen im Frühling, können die Blätter leicht verbrennen. Eine Gardine oder ein schattigeres Plätzchen erleichtern den Übergang in den Sommer.

Wasser - Pflanzen nicht zu oft und nicht zu kalt gießen

Die meisten Zimmerpflanzen werden überwässert. Anzeichen können schimmelige Erde sein oder verwelkte Blätter. Im Winter brauchen sie generell weniger Wasser, weil sie ja das Wachstum einstellen. Maximal 1x pro Woche mit nicht zu kaltem Wasser gießen. Gedüngt werden muss im Winter nicht.

Die Wintermonate stellen Zimmerpflanzen vor besondere Herausforderungen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa Themendienst / Foto: Christin Klose)
Die Wintermonate stellen Zimmerpflanzen vor besondere Herausforderungen.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit - Schädlingen und Fäulnis vorbeugen

Generell sollten Pflanzen nicht zu warm stehen, denn dadurch bekommen sie leichter Schädlinge und verlieren ihre Blätter. Ein Umzug in einen eher wenig beheizten Raum, wie zum Beispiel Schlafzimmer, ist anzuraten. Pflanzen, die im Winter längere Zeit auf kaltem Boden stehen, bekommen "kalte Füße" und werden anfällig für Wurzelfäule und verlieren ihre Blätter. Besser auf eine Matte oder einen Pflanzenständer stellen.

Durch die trockene Heizungsluft im Winter können die Pflanzen schrumpelige Blätter oder braune Blattspitzen bekommen und Schädlinge haben leichtes Spiel. Hier hilft regelmäßiges Besprühen mit Wasser.

Schädlinge - Regelmäßig Blätter kontrollieren

Im Winter ist die Gefahr des Schädlingsbefalls sehr hoch. Deshalb einmal wöchentlich bitte genauer hinschauen: Gibt es klebrige Blattbeläge? Das könnten Schildläuse sein. Oder sind die Blätter fahl und gesprenkelt, dann sind vielleicht Spinnmilben auf der Pflanze. Dann diese isolieren und behandeln.

Hausmittel gegen Pflanzenschädlinge

Zur Schädlingsbekämpfung eignen sich auch diverse Hausmittel, wie zum Beispiel Schwarzer Tee: Diesen pur auf die befallene Pflanzen sprühen. Schimmel auf der Blumenerde lässt sich mit starkem Kamillentee vermeiden.

Abgestandenes Bier macht die Blätter sauber und glänzend. Spiritus oder hochprozentigen Alkohol gegen Schild- und Wollläuse: 20 ml auf einen Liter warmes Wasser. Die Pflanzen regelmäßig einsprühen.

Gegen Trauermücken: Blumenerde mit Sand oder Ziersteinen abdecken. Regelmäßig mit Knoblauchsud gießen. 1 Knolle auskochen in einem Liter Wasser und auf 5 Liter verdünnen.

Natron gegen Läuse und Pilze: 1 bis 2 Teelöffel Natron mit einem Liter warmem Wasser vermischen und die befallene Pflanzen besprühen.

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SWR Fernsehen