Vor 70 Jahren gegründet

Das Bundesarchiv Koblenz – Gedächtnis der Bundesrepublik

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1952 wurde das Bundesarchiv in Koblenz gegründet und ist eine Fundgrube, nicht nur für Historiker*innen. Es steht allen offen, die etwas zur Geschichte der Bundesrepublik und des Deutschen Reichs erfahren möchten. Und Vieles davon kann man ganz bequem im Internet recherchieren.

In Koblenz befindet sich der Hauptsitz von mehreren Dienststellen in ganz Deutschland. Von insgesamt 540 Kilometer Akten lagern hier allein 65 Kilometer. Ein Analoges Backup der Geschichte. 1986 wird der heutige Sitz des Bundesarchivs von Kanzler Helmut Kohl persönlich eingeweiht – damals Deutschlands erster Archivzweckbau.

In scheinbar endlosen Aktenreihen finden sich Unterlagen aus Behörden, Ministerien und der Regierung, aber auch private Schriften aus dem Nachlass bedeutender Persönlichkeiten wie zum Beispiel ein Brief Konrad Adenauers an Theodor Heuss.  Oder ein Originaldurchschlag von Oskar Schindlers Liste. Mit ihr konnte der Fabrikant 1945 hunderte jüdische Menschen vor dem KZ retten.

In Koblenz gibt es außerdem ein Bildarchiv, in dem 13 Millionen Fotos und Plakate zur deutschen Geschichte seit 1860 aufbewahrt werden. 270.000 von ihnen sind bereits digitalisiert und in der Datenbank des Archivs zu finden. Mit großem Aufwand arbeitet das Bundesarchiv an der Digitalisierung seiner Bestände, um sie online zugänglich zu machen.

Das Bundesarchiv steht laut Gesetz allen Bürger*innen zur Nutzung offen, man muss sich jedoch vorher anmelden oder online einen Benutzungsantrag stellen. In Koblenz finden sich vor allem Akten aus der Zeit der Bundesrepublik – also erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Seit 2021 ist Koblenz auch zuständig für die Stasi-Akten in Berlin. Für personenbezogene Daten gibt es eine Sperrfrist von 10 Jahren nach dem Todesdatum. Wer Einblick in die Stasi-Akten nehmen möchte, muss dafür einen Antrag auf Akteneinsicht stellen. Das geht auch auf der Homepage des Bundesarchivs.

Über die Homepage kann man auch nach Unterlagen, Fotos, Tönen und Filmen suchen oder in virtuellen Ausstellungen und Themenportalen stöbern. Kosten fallen dabei nicht an. Erst bei kommerzieller Nutzung der Inhalte wie Fotos oder Filmen müssen Gebühren gezahlt werden.

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