Schnittlauch - Frühling im Kräuterbeet (Foto: Colourbox)

Schnittlauch & Co

Start in den Frühling im Kräuterbeet

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AUTOR/IN
Martina Gräßer
Martina Gräßer (Foto: SWR)

Der Frühling erwacht in unserem Kräuterbeet: Gärtnermeisterin Birgit Wonneberger entführt Sie in das Reich der Kräuter.

Schnittlauch und weitere Lauchgewächse

Langsam erwacht die Natur zu neuem Leben und so können wir neue Kräuter in unseren Garten pflanzen. Schnittlauch (Allium schoenoprasum) ist robust und wohl der bekannteste Vertreter der Allium-Arten aus der Familie der Lauchgewächse.

Unbedingt probieren sollten sie weitere essbare Allium, wie z.B. Chinesischer Schnittlauch (Allium odorum syn. Ramosum), Schnittknoblauch (Allium tuberosum), Winterheckenzwiebel (Allium fistulosum), Etagenzwiebel (Allium cepa var. Viviparum) oder Berglauch (Allium montanum).

Schnittlauch wird abgeschnitten - Frühling im Kräuterbeet (Foto: Colourbox, Alfred Hofer)
Als mehrjährige Pflanze überwintert Schnittlauch mit eingelagerten Reservestoffen in den kleinen Zwiebelchen und im dichten Wurzelballen. Daher kann er so früh austreiben. Die erste Ernte etwa Ende März ist die zarteste. Bei Neupflanzungen sollten Sie berücksichtigen, dass es Schnittlauch auch in verschiedenen Blütenfarben von Weiß über Rosa zu Dunkelviolett gibt. So können Sie während der Blütezeit Mai/Juni die Speisen mit den würzigen Blüten dekorieren. Bild in Detailansicht öffnen
Schnittknoblauch - Frühling im Kräuterbeet (Foto: IMAGO,  IMAGO/Zoonar.com/AnnaReinert)
Schnittknoblauch, mit seinen flachen Blättern, treibt später aus als Schnittlauch. Der Geschmack seiner Blätter ähnelt eher dem Knoblauch. Daher der Name Schnittknoblauch. In Kulturbedingungen und Vermehrung dem Schnittlauch sehr ähnlich. Die weißen sternförmigen Blüten erscheinen Ende August. Die Blätter sind bis in den Oktober nutzbar, dann zieht auch der Schnittknoblauch für die Winterruhe ein. Bild in Detailansicht öffnen
Chinesischer Schnittlauch - Frühling im Kräuterbeet (Foto: IMAGO, via imago-images.de)
Chinesischer Schnittlauch ist eine aus Ostasien stammende Lauchart. Sowohl die Blätter als auch die Zwiebeln sind essbar. Die sternförmigen Blütendolden sind attraktiv und duften zart nach Rose. Die Aussaat ist unproblematisch, sollte jedoch in Saatschalen erfolgen, da die grasähnlichen Keimblätter leicht mit Gräsern verwechselt werden. Bild in Detailansicht öffnen
Winterheckenzwiebeln- Frühling im Kräuterbeet (Foto: IMAGO,  imago/Redeleit)
Winterheckenzwiebeln sind ebenfalls mehrjährig und sehr winterhart bzw. auch wintergrün, weshalb man fast das ganze Jahr Schnittgrün ernten kann. Die Blätter bilden dicke Röhren, ähnlich wie die Küchenzwiebel. Zur Vermehrung werden alte Wurzelballen geteilt oder im März/April ausgesät. Bild in Detailansicht öffnen
Etagenzwiebeln - Frühling im Kräuterbeet (Foto: IMAGO, imago stock&people)
Etagenzwiebeln bilden anstelle einer Blüte am oberen Ende des Stängels ein Nest aus essbare Brutzwiebeln. Die Brutzwiebeln bilden wiederum Brutzwiebeln – mehrere Etagen übereinander. Da sie keine Blüten und somit keinen Samen bildet, kann sie nur vegetativ vermehrt werden. Die Brutzwiebeln bewurzeln sich auch selbst, da die Stängel die Masse kaum tragen können und sich bei starkem Regen und Wind zu Boden neigen. Für das Stecken der Brutzwiebeln zur Vermehrung hat sich der August bewährt. Bild in Detailansicht öffnen

Magere Böden für Salbei und Thymian

Mehrjährige winterharte Kräuter wie Salbei, Thymian, Rosmarin und Ysop brauchen einen mageren Boden mit einer guten Drainage, damit die feinen Wurzeln gut wachsen und in feuchten Wintern überleben können. Daneben freuen sie sich über den sonnigsten Platz im Garten.

Ein Wärmespeicher aus Naturstein wertet den Standort noch zusätzlich auf. Die Trockensteinmauer im Kaffee-oder-Tee-Garten beispielsweise bietet gute Bedingungen für mediterrane Kräuter.

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