Fast jeder mag sie

Tomaten - unser gesundes Lieblingsgemüse

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Tomaten zählen zu den leckersten und beliebtesten Gemüsesorten. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Geschmacksrichtungen. Weltweit soll es mehr als 10.000 Kultursorten geben.

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Woher kommt die Tomate?

  • Die Tomatenpflanze kommt ursprünglich aus einem Gebiet der südamerikanischen Anden. Die Azteken und Maya nannten sie "xictomatl", was so viel wie "Schwellfrucht" bedeutet.
  • Die ersten Tomaten kamen mit Christoph Kolumbus 1498 nach Europa. Sie waren klein und gelbschalig, was sich auch heute noch im italienischen "pomodoro" - wörtlich: Goldapfel - widerspiegelt.
  • Erst seit Anfang des 19. Jahrhunderts steht sie in Deutschland auf dem Speiseplan.

Zuvor hatte sie es schwer: Wahrscheinlich wegen ihrer sinnlichen Form und Farbe wurde sie für den Paradiesapfel gehalten, der Adam und Eva verführt hatte. Sie stand unter dem Verdacht, Liebeswahn hervorzurufen und durfte von jungen Mädchen nicht gegessen werden.

Zu welcher Pflanzenart gehört die Tomate?

Botanisch gehört sie zu den Nachtschattengewächsen und ist somit mit der Kartoffel , aber auch mit Giftpflanzen wie Tollkirsche und Stechapfel verwandt.

Tomatenkulturen im Gewächshaus (Foto: SWR)
Tomaten zu jeder Jahreszeit. In Hightech-Gewächshäusern reift das Gemüse unter kontrollierten Bedingungen.

Was zeichnet die Sortenvielfalt bei Tomaten aus?

Aber darüber hinaus: Die Tomatenwelt bietet eine unglaubliche Sortenvielfalt. Schon die illustren Namen machen Appetit auf eine Kostprobe:

  • Schwarze Königin
  • Tigerella
  • Rotes oder Grünes Zebra
  • Violine und viele mehr

Auch Form und Farbe können sich sehen lassen - und sie schmecken intensiver als ihre roten Geschwister aus dem Supermarkt.

Wer nicht auf die bunte Vielfalt auf dem Teller verzichten möchte, baut die alten Sorten einfach selbst an. Manche sind auch für den Gartenanfänger und sogar für den Balkon geeignet. Es gibt viele private oder von Vereinen organisierte Samentauschbörsen. Das Ziel vieler Tomatenliebhaber ist nicht nur der Genuss, sondern auch der Erhalt der Artenvielfalt. Es werden nicht nur Samen weitergegeben, sondern auch das Wissen um den Anbau und die Pflege bis hin zur Samengewinnung aus der Lieblingstomate.

Welche Inhaltsstoffe hat die Tomate?

Tomaten sollen bestimmten Krebsarten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen können. Außerdem enthalten die kalorienarmen Paradiesäpfel viele Vitamine und Mineralstoffe und beweisen damit: Gesund und lecker passt doch zusammen.

Was ist beim Anbau von Tomaten zu beachten?

Tomaten mit Flecken durch Sonnenbrand (Foto: SWR)
Zu viel Sonne schadet auch Tomaten. Sie bekommen Sonnenbrand, erkennbar an den hellen Flecken.

Tomaten bevorzugen zwar einen möglichst sonnigen Standort, allerdings kann zu viel Sonne zu Hitzeschäden führen. Unabhängig vom Alter der Tomaten macht sich ein Sonnenbrand zunächst meist auf den Blättern bemerkbar. Allerdings kann sich der Sonnenschaden auch auf die Stängel und sogar die Früchte ausweiten. Ein Sonnenbrand an den Tomaten lässt sich in der Regel an folgenden Merkmalen erkennen:

  • helle bis weiße Flecken
  • Blätter sind papierartig trocken
  • Früchte haben zunächst glasige Flächen, verfärben sich dann weißlich
  • Tomaten zeigen kreisförmige, flache Risse
  • Früchte können aufplatzen

Was tun bei Sonnenbrand an Tomaten?

Tomaten sind generell sehr robust und erholen sich meist wieder von Sonnenschäden. Allerdings ist hierfür unverzügliches Handeln gefragt, denn wenn die Tomaten weiterhin der direkten Sonne ausgesetzt sind, könnten sie sogar eingehen. Bei einem Sonnenbrand an den Tomaten ist es daher wichtig, sie ausreichend vor der Sonneneinstrahlung zu schützen:

  • Pflanze abschatten
  • ausreichend gießen.
  • betroffene Blätter zunächst dran lassen, manchmal erholen sich die Blätter noch
  • beim Pflegen der Pflanze darauf achten, dass die heranreifenden Früchte möglichst von den Laubblättern bedeckt sind. Das ist ihr natürlicher Sonnenschutz
  • kranke Blätter entfernen
  • Gewächshäuser intensiv lüften und
  • den Gang mit Wasser benetzten, um Verdunstungskälte zu bekommen
  • dunkelgrünes Netzgewebe als Schattenspender über die Gewächshäuser hängen.

Fazit

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