Brennessel, Spitzwegerich und Co.

So gesund sind Wildkräuter

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Für viele ist das Grün am Wegesrand Unkraut, doch genaueres Hinsehen lohnt sich. Ob Sauerampfer, Löwenzahn oder Spitzwegerich – die Natur hält viele Pflanzen bereit, die unseren Speiseplan bereichern können.

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Pflanzensteckbriefe von Giersch, Spitzwegerich und Brennnessel

Reich an Vitamin C: Der Giersch

Der Giersch ist ein Doldenblütler. Er hat einen dreikantigen Stiel, der sich in drei Blattgruppen teilt. Die wiederum bestehen aus drei Blättern. Das untere Ende des Stiels ähnelt einem Geißfuß. Daher auch der Name "Geißfuß" im Volksmund.

Giersch (Foto: SWR)
Giersch ist leicht harntreibend und hilft bei Rheuma und Gicht.  

Im Vergleich mit Kulturgemüse schneidet Giersch gut ab: In 110 Gramm Giersch sind 200 Milligramm Vitamin C enthalten. In Kulturgemüse wie Endiviensalat sind es 10 Milligramm. In grünen Bohnen 20 Milligramm.

Giersch enthält außerdem viel Karotinoide, Eisen und Mangan. In der Küche lässt er sich in beispielsweise in Smoothies, Kräuterquark oder in Suppen verarbeiten. Aufgebrüht als Tee – getrocknet oder roh – unterstützt er den Körper beim Entsäuern.

Vielfältiges Hausmittel: Der Spitzwegerich

Spitzwegerich (Foto: SWR)
Der Spitzwegerich wird auch Wundpflaster des Weges genannt, denn er besitzt heilende Kräfte.

Die faserhaltigen Blätter des Spitzwegerichs sind drei bis vier Zentimeter breit und circa 50 Zentimeter lang.

Der Blattsaft des Spitzwegerich wirkt antibakteriell und blutstillend. Auch hilft er bei Insektenstichen und kleineren Schürfwunden. Dafür das Blatt mehrfach knicken, bis Saft austritt und dann auf die betroffene Hautstelle legen.

Spitzwegerich gilt – in Form von Sirup oder Tee - als Hausmittel gegen Husten. In der Küche lässt er sich roh oder gekocht verarbeiten. Seine Blätter eignen sich getrocknet als Tee.

Spitzwegerich enthält viel Vitamin C und B-Vitamine, Zink und Kalium sowie viele Schleim-, Bitter- und Gerbstoffe, die den Schleimhäuten gut tun.

Heimisches "Superfood": Die Brennnessel

Je nach Standort kann die Brennnessel bis zu drei Meter hoch werden. Die Brennhaare gelten als Schutzschild gegen Fressfeinde und sind überwiegend auf der Blattoberseite zu finden.

Brennnessel (Foto: SWR)
Die meisten machen eher schmerzhafte Erfahrungen mit den Brennhaaren der Brennnessel.

Eine Berührung mit ihnen hinterlässt schmerzhafte Quaddeln auf der Haut. Je nach Brennesselart sind die Folgen aber unterschiedlich schwer. So ist beispielsweise die Brennflüssigkeit der Kleinen Brennnessel (Urtica urens) wesentlich schmerzhafter als die der Großen Brennnessel (Urtica dioica).

Zu verwenden sind die Blätter der Brennessel, die Blüte und der Samen. Die jungen Blätter helfen beim Blutreinigen und Entschlacken. Sie enthalten außerdem wichtige Mineralsalze und stärken den Organismus. Das gilt auch besonders für die Samen, die man ab August ernten und trocknen kann. Sie gelten als heimisches "Superfood", das bei Erschöpfung hilft.

In der Küche lässt sich die Brennnessel frisch als Gemüse verwenden oder getrocknet als Tee. Brennnesselsamen passen zu Müsli, in Suppen oder können als Gewürz verwendet werden.

Rezepte mit Wildkräutern

Spitzwegerich-Suppe

Spitzwegerich-Suppe

Landesschau Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

Brennessel-Quiche

Brennessel-Quiche

Landesschau Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

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SWR Fernsehen