STAND

Zu Beginn der Corona-Pandemie wurden auch die Blutkonserven knapp, denn die Verunsicherung war groß. Zurzeit gibt es zwar keinen Engpass mehr, aber trotzdem stellen sich Fragen zum Thema Blutspenden und Corona.

Video herunterladen (11,3 MB | MP4)

Vorsichtsmaßnahmen bei der Blutsspende

Niemand sollte sich durch die Corona-Pandemie vom Blutspenden abschrecken lassen, denn die Sicherheit ist für alle gewährleistet: Auf die strenge Einhaltung der AHA Regeln – das bedeutet: Abstand halten (1,5 bis 2 m), Hygiene beachten und Alltagsmaske tragen - wird geachtet. Die Körpertemperatur wird bei allen, die Blut spenden wollen, vor der Anmeldung gemessen. Wer eine erhöhte Temperatur hat, also mehr als 37,5 Grad, wird sofort nach Hause geschickt. Personen, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben, dürfen nicht ohne einen negativen Coronatest zum Blutspende-Termin erscheinen. Zum Blutspenden muss immer der Personalausweis mitgebracht werden.

Vorbereitungs Blutspende (Foto: SWR)
Die Räumlichkeiten an denen aktuell Blutspenden stattfinden können, müssen größer sein, damit die Einhaltung der AHA-Regel gewährleistet werden kann.

Kein Coronatest bei der Blutspende

Eine Testung auf SARS-CoV-2 (Covid-19) im Vorfeld der Blutspende ist aufgrund der Verfügbarkeit von Test-Kits nicht möglich. Eine Blutspende ist deshalb keine Möglichkeit zu erfahren, ob man mit dem Virus infiziert ist, oder nicht.

Bluttransfusion und Übertragung von Covid-19

Ob das SARS-CoV-2-Virus per Bluttransfusion übertragen werden kann, ist eine häufig gestellte Frage. Bisher gibt es keinen dokumentierten Fall, dass das Coronavirus an einen Transfusionsempfänger per Bluttransfusion übertragen wurde.

Wer von der Blutspende ausgeschlossen ist

Wer mit dem Coronavirus infiziert oder erkrankt war, muss bis vier Wochen nach Ausheilung warten. Die Spender müssen mindestens 18 Jahre alt sein, aber nicht älter als 65 Jahre und sollten mehr als 50 Kilogramm wiegen. Frauen dürfen vier Mal im Jahr Blut spenden, Männer sechs mal.

Homosexuelle Männer sind von der Blutspende ausgeschlossen, wenn sie in den letzten zwölf Monaten Sexualverkehr hatten - so lautet momentan die Vorgabe der Aufsichtsbehörden und des Robert-Koch-Institutes. Auch schwangere Frauen oder frisch tätowierte Personen dürfen kein Blut spenden.

In einem mehrseitigen Fragebogen, den Blutspendewillige ausfüllen müssen, sind sogar noch mehr Gründe angegeben, warum man kein Blut spenden darf. In einem Arztgespräch wird dies vor Ort noch einmal erläutert.

Hier können Sie Blutspenden

Beim Deutschen Roten Kreuz kann man sich einen Blutspendetermin im Internet reservieren – das vermeidet Wartezeiten und Menschenansammlungen. Doch auch spontane Spenden sind noch willkommen. Ebenso kann man beim Anruf einer kostenlosen Hotline (0800/ 11 949 11) einen Termin bekommen.

Zudem können Sie auch beispielsweise bei der Transfusionszentrale in der Unimedizin Mainz Blutspenden, ohne Voranmeldung.

Am 12. Oktober 2020 findet der Blutspende-Marathon in Bad Kreuznach von 11 bis 19 Uhr statt. Der "Marathon" wird in der Konrad-Frey-Halle, Ringstr. 112 in Bad Kreuznach stattfinden. Um eine Terminreservierung über das Terminreservierungssystem wird im Vorfeld gebeten.

STAND
AUTOR/IN