Vitaminpower aus dem Süden

So gesund sind Zitrusfrüchte

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Orangen, Mandarinen, Zitronen und andere Zitrusfrüchte  leuchten uns im Supermarkt entgegen. Die Früchte sehen nicht nur schön aus, sie sind auch gesund. Eine heiße Zitrone an diesen kalten Tagen kann eine beginnende Erkältung vielleicht nochmal abbiegen.

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Welche Inhaltsstoffe haben Zitrusfrüchte?

Zitrusfrüchte sind in der kalten Jahreszeit wichtige Vitaminlieferanten und punkten vor allem durch Vitamin C. Doch zur Vorbeugung vor Erkältungen muss es nicht immer die saure Zitrone sein, auch andere Zitrusfrüchte punkten mit Vitaminen.

Vitamin C-Gehalt pro 100 g verzehrbarer Anteil, Quelle: Bundeszentrum für Ernährung
Zitrone51 mg
Orange45 mg
Grapefruit41 mg
Clementine30 mg

Die weißen Zwischenhäutchen der Mandarine werden meistens entfernt. Man sollte sie lieber mitessen, denn auch sie enthalten viele Vitamine, außerdem sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, die unter anderem vor Krebs schützen können.

Grapefruit (Foto: SWR)
Dass Gerücht, dass Grapefruits oder auch Pomelos Fettburner sind, ist wisseschaftlich leider nicht erwiesen.

Auch Grapefruits sind sehr gesund. Aufpassen sollte jedoch, wer Medikamente einnimmt. Um unerwünschte Wechselwirkungen mit Medikamenten zu vermeiden, sollte man mit seinem Arzt Rücksprache halten.

Die Bitterstoffe von Südfrüchten können bei verordneten Präparaten gravierende Änderungen der Wirksamkeit auslösen.

Weshalb ist die Schale oft mit Vorsicht zu genießen?

Im Institut für Lebensmittelchemie des Landesuntersuchungsamt in Speyer werden Zitrusfrüchte regelmäßig auf Pestizid-Rückstände untersucht.

Da sie beim Waschen nach der Ernte ihre Wachsschicht verlieren und dadurch leicht angreifbar für Schimmelbefall werden, werden bei Zitrusfrüchten auch nach der Ernte Pestizide eingesetzt. Dies unterscheidet sie von den meisten anderen Obstsorten.

Laut Landesuntersuchungsamt sind die Pestizid-Rückstände bei Zitrusfrüchten jedoch nicht höher als bei anderem Obst. Die zulässigen Höchstmengen werden nur selten überschritten.

Zwar finden sich bei vielen Zitrusfrüchten Rückstände, jedoch in einer Menge die nicht als gesundheitlich bedenklich eingestuft wird.

Limette (Foto: SWR)
Zitrusfrüchte sollten vor derm Verzehr gewaschen werden, um eine Übertragung eventueller Pestizid- Rückstände auf das Fruchtfleisch zu vermeiden.

Immer wieder ist bei Zitrusfrüchten die Aufschrift "unbehandelt" zu lesen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nie mit Pflanzenschutzmitteln in Kontakt gekommen sind.  "Unbehandelt" bezieht sich nur auf den Zeitraum nach der Ernte, vorher auf der Plantage können Pestizide eingesetzt worden sein.

Wer beim Essen Pestizide gänzlich ausschließen will, sollte also lieber zu Bio-Ware greifen. Vor allem, wenn auch die Schale zum Kochen oder Backen genutzt wird.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Schale fest am Fruchtfleisch sitzt. Wenn die Schale locker am Fruchtfleisch sitzt, kann das ein Zeichen dafür sein, dass sie zu lange gelagert wurde. Darunter leidet dann das Aroma und die Früchte haben oft ein strohiges, trockenes Fruchtfleisch.

Grüne Schale ist kein Zeichen für unreife oder weniger leckere Früchte. Der Farbumschlag von grün zu gelb oder zu orange entsteht, wenn die Temperaturen nachts deutlich absinken und hängt also nur vom Erntezeitpunkt ab.

Clementine, Mandarine (Foto: SWR)
Mandarinen und Clementinen werden oft als Synonym für die gleiche Obstart gehalten, doch es gibt Unterschiede.

In der Mandarine sind viele Kerne zu finden, wohingegen die Clementine keine bis wenige Kerne besitzt und die Schale deutlich dicker ist. Dadurch ist sie jedoch auch schwerer zu schälen.

Zwar wirken Orangen, Zitronen und Limetten robust, dennoch sollten sie in der Einkaufstasche nicht unten gelagert werden. Denn selbst kleine Druckstellen fördern Schimmelbefall.

Woher kommen die Zitrusfrüchte?

Bereits vor 4.000 Jahren wurden Zitrusfrüchte in China und Indien angebaut. Damit gehören sie zu den ältesten Obstarten der Welt. Heute werden die meisten Zitrusfrüchte in den Wintermonaten aus Spanien importiert.

Mit Alexander dem Großen kamen rund 300 vor Christus die ersten Zitruspflanzen in den Mittelmeerraum. Im 16. Jahrhundert waren Zitronen und Orangen vor allem Reichen vorbehalten. Könige, Fürsten und wohlhabende Bürger ließen in der Barockzeit Orangerien bauen, in denen man sich am Duft und ihrer Schönheit erfreute.

Die gesundheitsfördernde Wirkung der Früchte wurde im 18. Jahrhundert erkannt. Der Seefahrer James Cook versorgte seine Mannschaft mit Zitronensaft. Das enthaltene Vitamin C heilte und verhinderte bei den Seeleuten die gefürchtete Krankheit Skorbut.

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