Arzt untersucht Mann (Foto: Colourbox)

So bleibt Man(n) fit

Männergesundheit

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Am Welt-Männertag liegt uns die Gesundheit der Männern natürlich besonders am Herzen.

Männer und Wechseljahre

Beim Mann kommt es bereits ab einem Alter von 35 Jahren zu einem kontinuierlichen Abfall des männlichen Keimdrüsen-Hormons Testosteron. Die damit verbundenen Symptome können sehr vielfältig sein. Sie reichen von Hitzewallungen über deutlichen Leistungsverlust, Probleme beim Wasser lassen bis hin zu schweren Depressionen.

Erschöpfter Mann hält seine Hand vor die Augen (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
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Generell sollte der Arzt den Mann auf etwaige Symptome ansprechen und den Testosteronwert bestimmen lassen.

Vorsorgeuntersuchungen für Männer

Zur Zeit unterscheidet man zwischen zwei Formen der Vorsorge.

1. Gesundheits-Check ab 35, alle 2 Jahre, als Kassenleistung

2. Krebsvorsorgeuntersuchung, ab 45 Jahre, jährlich Kassenleistung

Der Gesundheits-Check ab 35 beinhaltet nach dem Vorgespräch mit dem Arzt (Anamnese) das Abhorchen von Herz und Lunge, Blutdruckmessung, das Abtasten des Bauchraumes, Inspektion der Haut, eine Urinuntersuchung und Laboruntersuchung auf Zucker und Cholesterin.

Die Krebsvorsorgeuntersuchung ab 45 wird jährlich angeraten. Hierbei wird der Bauchraum, die wichtigen Lymphknotenstationen, das äußere Genitale, sowie der Enddarm und die Prostata abgetastet. Zudem wird die Haut untersucht, der Blutdruck und das Gewicht gemessen.

Ab 55 Jahren wird ergänzend der Hämoccult -Test (Test auf Blut im Stuhl) angeraten.

Zudem wird im Alter zwischen 55 und 75 Jahren zwei mal eine Vorsorge, Darmspiegelung, empfohlen. Sinnvolle Erweiterung des Gesundheits-Checks ist die Durchführung eines Belastungs- EKG mit ergänzender Messung des Blutdruckes und eventuell des Lactat-Spiegels unter Belastung (Fitness – Check). Wichtig ist zudem die Messung des Bauchumfanges!

Ab 45 Jahre empfiehlt sich zudem die Bestimmung des Serum- PSA- Wertes. „PSA“ bedeutet „Prostata Spezifisches Antigen“ und wird ausschließlich von der Prostatazelle produziert. Bei Erkrankungen dieser Drüse steigt der Wert im Blut an und kann mittels eines einfachen Bluttestes bestimmt werden.

Aber Vorsicht – nicht jeder Wert muss gleich Prostatakrebs bedeuten. Die Interpretation des Wertes setzt Kenntnisse über Größe und Aufbau der Prostata voraus und sollte deshalb vom Urologen erfolgen.

Aus diesem Grund ist auch eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes, der Blase und der Prostata anzuraten. Diese Untersuchung ist nicht belastend, sehr kostengünstig und hat Aussagekraft bei der Beurteilung von Niere, Leber, Gallenblase, Harnblase und Prostata.

Ultraschalluntersuchung (Foto: SWR)

Zwar kann man heute auch mit hochmodernen Ultraschallgeräten die Prostata vom After aus untersuchen und sogar die Durchblutung messen (transrektaler Ultraschall mit Farbduplex), dies sollte aber nur bei konkretem Verdacht auf eine Prostataerkrankung erfolgen.

Das Gleiche gilt für die technisch brillanten, aber auch sehr teuren Ganzkörper-Unterschungen mittels MR (Magnetresonaztomogramm) oder CT (Computertomogramm). Die Bildqualität ist inzwischen beeindruckend, aber sie sollten nur bei konkreten Verdachtsmomenten durchgeführt werden.

Manche Erkrankungen werden auch mit dieser Technik nicht rechtzeitig erkannt (z.B. Magenkrebs), andere Krebsarten wachsen so schnell z.B. Bauchspeicheldrüsenkrebs, dass man praktisch halbjährliche Untersuchungen veranlassen müsste!

Spannend sind neuere Daten zum Testosteron (männliches Keimdrüsenhormon): Insbesondere beim Prostatakarzinom konnte inzwischen ein Zusammenhang zwischen besonders aggressiven Formen des Krebses und einem niedrigem Testosteronwert belegt werden.

Die Amerikanische Urologengesellschaft rät deshalb zu einer Ergänzung der Vorsorge mit der Bestimmung des Serum Testosteronwertes ab 45 Jahren.

Die Gesundheit erhalten mit Sport und gesunder Ernährung

Die Gesundheit erhalten, das ist ein wichtiges Thema, für das sich Patient und Arzt viel Zeit nehmen sollten.

Ein Apfel neben zwei Gewichten und einer Wasserflasche, davor ein Maßband. (Foto: Getty Images, Thinkstock - Davizro)
Thinkstock - Davizro

Wenn man(n) sich bewusst macht, dass rund zwei Drittel der Herzkreislauferkrankungen und des Diabetes Mellitus Typ 2 (Alterszucker) zu vermeiden wären, wenn Männer ihre Ernährungs- und Lebensgewohnheiten änderten.

Selbst bei der Entstehung von Prostata und Darmkrebs spielt die Ernährung und die Lebensweise eine wichtige Rolle. Da sieht man, welche Bedeutung dieses Thema hat.

Diäten, insbesondere kurzfristige Gewichtsreduktionen, sind nicht sinnvoll, sie führen zum bekannten Jojo-Effekt.

Wichtig ist eine langfristige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Nahrungsmittel, die gesunde Inhaltsstoffe enthalten, sind zum Beispiel Tomaten und Granatäpfel mit einem hohen Anteil an Lycopin, das vor Krebs schützt. Außer der Ernährung ist Bewegung wichtig. Die Kalorien müssen verbrannt werden!

Regelmäßiges Ausdauertraining und dosiertes Krafttraining zum Muskelaufbau sind die beste Vorbeugung vor Herz- Kreislauferkrankungen, Diabetes Mellitus und Hormonstörungen. Auch in der Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden sie erfolgreich eingesetzt.

Bauen Sie zudem Bewegung in den Alltag ein. Statt Fahrstuhl fahren - Treppe steigen, Brötchen holen zu Fuß oder mit dem Fahrrad, in der Mittagspause einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft.

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