Prostata-Entzündung (Foto: Colourbox)

Jährliche Vorsorgeuntersuchung

Prostatakrebs rechtzeitig aufdecken

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Prostataerkrankungen sind oft noch ein Tabu-Thema. Dabei gibt es jährlich rund 60.000 Prostata-Krebserkrankungen und fast ein Viertel der Erkrankten stirbt daran. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

In Deutschland gibt es ein gesetzliches Krebsfrüherkennungsprogramm, dessen Angebote von den Krankenkassen finanziert werden. Männern wird ab dem 45. Lebensjahr jährlich eine kostenlose Untersuchung der äußeren Genitalien und der Prostata angeboten.

Ab 55 Jahren wird ergänzend der Hämoccult -Test (Test auf Blut im Stuhl) angeraten. Zudem wird im Alter zwischen 55 und 75 Jahren zwei Mal eine Darmspiegelung zur Vorsorge empfohlen.

Probleme beim Wasserlassen

Die Probleme, die beim Urologen am häufigsten geäußert werden, sind Beschwerden beim Wasserlassen. Diese stehen meist im Zusammenhang mit einer gutartigen Prostatavergrößerung, die etwa 70 Prozent der Männer betrifft

Ab 45 Jahre empfiehlt sich zudem die Bestimmung des Serum-PSA-Wertes. PSA bedeutet "Prostata Spezifisches Antigen" und wird ausschließlich von der Prostatazelle produziert. Bei Erkrankungen dieser Drüse steigt der Wert im Blut an und kann mittels eines einfachen Bluttestes bestimmt werden.

Aber Vorsicht: Nicht jeder Wert muss gleich Prostatakrebs bedeuten. Die Interpretation des Wertes setzt Kenntnisse über Größe und Aufbau der Prostata voraus und sollte deshalb vom Urologen erfolgen.

Ultraschalluntersuchung wird empfohlen

Aus diesem Grund ist auch eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes, der Blase und der Prostata anzuraten. Diese Untersuchung ist nicht belastend, sehr kostengünstig und hat Aussagekraft bei der Beurteilung von Niere, Leber, Gallenblase, Harnblase und Prostata.

Wichtig: Der Einsatz aller technischen Untersuchungsmittel sollte sinnvoll genutzt werden. Vor allem ist es wichtig, einen Arzt seines Vertrauens aufzusuchen, der zunächst eine individuelle Risikoanalyse (Familiengeschichte, Vorerkrankungen) vornimmt.

Vorsorge verhindert keine Erkrankung, sondern hilft, sie rechtzeitig aufzudecken.

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