Rohe, braune Eier in einem braunen Eierkarton.

Nachhaltig und sinnvoll

So lassen sich Eierkartons wiederverwenden

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AUTOR/IN
Sabine Schütze
ONLINEFASSUNG
Andreas Reinhardt
Bild von Wirtschaftsredakteur Andreas Reinhardt

Hühnereier gibt es im Karton oder lose. Am Karton können Keime haften, deshalb gibt es ein paar Punkte zu beachten, wenn man die Eierkartons nochmal benutzen möchte.

Leere Eierkartons nochmal mit zum Markt nehmen und mit neuen Eiern zu befüllen, ist eine gute und nachhaltige Idee, wenn wir dabei drei Punkte beachten:

  • nur saubere Kartons nehmen
  • Hände waschen nach dem Anfassen der Eier
  • keine immunschwachen Personen im Haushalt

Denn auf den Schalen der Eier können Durchfall verursachende Bakterien wie Salmonellen oder Campylobacter sein. Diese Bakterien landen auch auf dem Eierkarton und so möglicherweise auf den nächsten, darin verpackten Eiern.

Glücklicherweise ist die Gefahr, sich auf diese Weise mit den Durchfallerregern anzustecken, für die meisten Menschen verschwindend gering. Aber wenn kranke, pflegebedürftige Menschen im Haushalt leben oder Säuglinge, sollten wir vom Wiederverwenden der Eierkartons sicherheitshalber absehen. Bei beiden Personengruppen reichen schon wenige Bakterien aus, um krank zu werden. Campylobacter-Bakterien überleben rund sechs Tage auf dem Karton, Salmonellen länger.

Sterilisieren der Eierkartons im Backofen klappt nicht

Es gibt einen Tipp, der immer wieder im Internet zu finden ist, die Eierkartons bei mindestens 80 Grad zehn Minuten lang im Backofen zu erhitzen, um die Bakterien abzutöten. Das ist keine gute Idee, sondern eher unnötige Energieverschwendung. Zum einen, weil es nicht zuverlässig ist und zum anderen, weil es gefährlich ist. Denn der Karton kann sich bei den hohen Temperaturen entzünden. Besser sind spezielle Kunststoffboxen zum Wiederverwenden. Die können nämlich auch in die heiße Spülmaschine.