Bunt gefärbte, hartgekochte Eier liegen in einem Korb. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Daniel Karmann/dpa | Daniel Karmann)

Bunte Eier

Farbe am Eiweiß – Wann das Grund zur Sorge sein kann

STAND
AUTOR/IN
ONLINEFASSUNG

Bunte Eier gibt es mittlerweile das ganze Jahr zu kaufen – und zu Ostern sind sie besonders beliebt. Ob die Farbe gefährlich werden kann und was es sonst zu beachten gibt.

Farbe am Eiweiß ist meist kein Grund zur Sorge

Grundsätzlich werden Eier mit Lebensmittelfarben gefärbt, die auch in Nahrungsmitteln verwendet werden dürften – und demnach mitgegessen werden könnten. Allerdings: Sind in essbaren Lebensmitteln sogenannte „Azofarbstoffe“ enthalten, muss es einen Warnhinweis geben, dass sie bei Kindern dazu führen können, ihre Aufmerksamkeit und Aktivität zu beeinträchtigen.

Bei gefärbten Eiern muss es diesen Warnhinweis allerdings nicht geben – denn die Schalen werden nicht mitgegessen. Der Anteil auf dem Eiweiß dürfte gering sein – es geht also um hypothetische Gefahrenmomente. Wer trotzdem Bedenken hat, sollte die Zutatenliste genau lesen.

Bunte Eier sind nicht unbedingt „schlechte“ Eier

Die Haltungsform muss bei gefärbten Eiern nicht angegeben werden, denn sie sind als Verarbeitungsprodukte eingestuft – so wie beispielsweise auch abgepackte Kuchen oder andere Produkte, in denen Eier verarbeitet sind. Allerdings lohnt es sich, auf die Kartons zu schauen, denn viele Anbieter deklarieren freiwillig.

Hilfreich kann auch das Bio-Siegel sein, das Eier aus biologischer Haltung garantiert und das „KAT-Logo“, das nur Eier erhalten, die zumindest nicht aus Käfighaltung stammen.

Käfighaltung ist seit Jahren verboten

Kleinkäfige sind bereits seit Jahren verboten, es gibt aber eine modernere Form der Käfighaltung: große Kästen mit ungefähr 30 Tieren. Hier haben die Tiere immer noch sehr wenig Platz. Bei einer Bodenhaltung kann man von 1,5 Din A4-Seiten Platz pro Huhn ausgehen. Immerhin können sich die Tiere frei bewegen.

Bei Freilandhaltung haben sie einen Scharrbereich, dürfen tagsüber ins Freie und haben vier Quadratmeter pro Henne Auslauf. Bei Bio-Produkten sind die Hallen deutlich weniger voll. Den Auslauf ins Freie gibt es ebenfalls, außerdem ein definiertes Stück Sitzstange pro Henne. Aber: Auch in Bio-Ställen dürfen bis zu 3.000 Legehennen gehalten werden.

Ostern Angeberwissen zu Ostern: Wissenswertes über Eier

Gekochte Eier sind an Ostern nicht wegzudenken – fast jeder hat ein Osternest zu Hause, viele färben die Eier selbst ein. Unsere Tipps für leckere Ostereier, die sich leicht pellen lassen.  mehr...

STAND
AUTOR/IN
ONLINEFASSUNG