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Immer mehr Menschen kommen auf´s Huhn. Und das nicht nur auf dem Land, auch in den Städten gibt es zunehmend Hühnerhalter.

Laut dem Präsidenten des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter Christoph Günzel ging das Interesse am eigenen Huhn mit dem Dioxinskandal vor etwa zehn Jahren los und wird durch den anhaltenden Bio-Trend immer stärker.

Egg it yourself – die eigene Hühnerhaltung liegt im Trend

Für viele steht dabei die gesunde Selbstversorgung im Vordergrund, andere wünschen sich für ihre Familie ein ursprüngliches Naturerlebnis im eigenen Garten. Wer sich als Hühnerhalter erst mal ausprobieren möchte, kann sich zunächst die Hühner mieten.


Der Trend macht sich auch im Internet bemerkbar. Hier gibt es nicht nur viele Tipps von Profis zur Hühnerhaltung, mittlerweile tauschen sich tausende Hühnerfans in Foren oder sozialen Netzwerken über Ställe oder Futter aus.

So hält man Hühner artgerecht

Es gibt eine Vielfalt an Rassen, die man halten kann, zum Beispiel:

  • Braune Österreichische Altsteirer,
  • Badische Sundheimer
  • Enox.

Am besten hält man eine alte, vom Aussterben bedrohte Rasse. Die Tiere vertragen Kälte und Nässe viel besser als andere Hühner. Die meisten davon sind sogenannte "Zwiehühner", sie geben also Eier und Fleisch.

Um gut zu leben, braucht ein Huhn im Freigehege acht bis zehn Quadratmeter Platz für Auslauf, einen Schutz vor Sonne und Regen, ein Sandbad und abwechslungsreiches Futter mit Körnern und nicht nur Essensabfälle, wie leider oft gefüttert.

Ein Stall ist vor allem im Winter sehr wichtig, damit die Hühner sich nicht erkälten. Er sollte gut gedämmt und ausreichend mit Stroh ausgestattet sein. Zudem brauchen die Hühner ein Nest zum Eierlegen, eine Stange und ein Kotbrett mit Einstreu. Bei einer Anzahl von zehn Hühnern sollte auch ein Hahn dabei sein. Er ist ihr Beschützer, wenn ein Greifvogel kommt, und er sorgt auch für Ruhe und Ordnung bei seinen Damen.

Das sollten Sie außerdem beachten

Allein schon wegen des Seuchenschutzes muss jedes Huhn beim Veterinäramt angemeldet werden. Auch Impfungen sind Pflicht, vor allem gegen die Geflügelpest. Ebenso muss ein sogenanntes "Stallbuch" geführt werden. Hier werden die verabreichten Medikamente und Impfungen aufgezeichnet. Empfehlenswert ist auch eine Haftpflichtversicherung, sollte sich mal ein Huhn davonmachen und Schaden anrichten oder einen Unfall verursachen.

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