Die Maginot-Linie (Foto: SWR, Markus Winterbauer)

Geschichte im Ersten

Geheimnisvolle Orte – Die Maginot Linie

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Die Maginot-Linie ist ein Gigant: Tausende unterirdische Artilleriewerke, Kasematten und Unterstände, die sich mehr als 700 Kilometer entlang der französischen Grenze von Belgien bis zum Mittelmeer erstrecken.

Einst Teil einer der größten Verteidigungslinien der Welt, sind heute viele der Anlagen verfallen, geplündert, vergessen.
Nach dem Ersten Weltkrieg ist Frankreich ausgeblutet. 1,4 Millionen Soldaten sind gefallen, weite Teile Nordfrankreichs sind verwüstet. Um das Land vor einem erneuten Angriff zu schützen, setzen Politiker und Militärs auf eine stark befestigte Verteidigungslinie. Durchgesetzt wird das Projekt vom Kriegsminister André Maginot, der zum Namensgeber der Linie wird. Der Bau verschlingt Milliarden, mehr als 20.000 Bauarbeiter sind im Einsatz. Die Maginot-Linie ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Die größten Artilleriewerke für bis zu 1.000 Soldaten sind fast wie unterirdische Städte, ausgestattet mit damals modernster Technik.

Die Maginot-Linie wird als uneinnehmbar gefeiert, doch im Sommer 1940 kann sie den Angriff der deutschen Wehrmacht nicht aufhalten. Seitdem steht die Maginot-Linie auch für das Trauma der französischen Niederlage.

Die Dokumentation führt in die geheimnisvolle Welt der Bunker. Mit Hilfe von eindrücklichem Archivmaterial, spektakulären Drohnenaufnahmen sowie Zeitzeugen, Historikern und Historikerinnen und Enthusiasten vor Ort, die sich für den Erhalt der Maginot-Linie engagieren, zeichnet sie das Bild eines ebenso faszinierenden wie umstrittenen Bauwerks.

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AUTOR/IN
SWR Fernsehen