Weinflaschen liegen auf einem Regal (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Malte Christians)

Private Vinothek

Weinflaschen lagern im eigenen Weinkeller

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Dominik Bartoschek
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Bild von Wirtschaftsredakteur Andreas Reinhardt (Foto: SWR)

Wer gerne Wein trinkt, träumt oft auch von einem alten Gewölbekeller, um die Flaschen perfekt zu lagern. Doch auch für moderne Keller und Wohnungen gibt es Lösungen.

In den eigenen Weinkeller sollte möglichst wenig Tageslicht fallen, und es sollte keine Erschütterungen und starke Gerüche geben. Den Wein neben der Waschmaschine zu lagern ist also keine gute Idee.

Schwieriger wird’s bei der Temperatur: zehn bis zwölf Grad gelten als ideal, bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 80 Prozent. Solche Idealbedingungen sind allerdings äußerst selten. Das ist nicht schlimm, denn es reicht, wenn man sich diesen Werten annähert. Also möglichst unter 20 Grad lagern, nicht zu trocken und nicht zu feucht.

Wichtiger als der Idealwert sind konstante Bedingungen. Eine Garage, in der im Sommer 30 Grad und im Winter nur fünf Grad gemessen werden, scheidet als Lagerraum für Weine also definitiv aus.

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Die richtige Lagerung für den Wein

Weinregale gibt es in allen möglichen Formen, Materialen und Preisklassen. Und bei vielen Modellen wird viel Wert auf die Optik gelegt. Dabei ist es dem Wein ziemlich egal, ob er in einem teuren Regal liegt, oder in einfachen Kisten, die auf dem Boden stehen.

Wichtig ist nur, dass Weine mit Korken liegend aufbewahrt werden sollten. Weine mit Dreh- oder Glasverschluss können liegend, aber auch stehend aufbewahrt werden. Gegen ein Regal spricht natürlich trotzdem nichts. Vor allem, weil es hilft, die Übersicht über die eigenen Weinvorräte zu behalten.

Welcher Wein sich lohnt zu lagern

Die allermeisten Weine, die wir trinken, sind Alltagsweine. Gemacht für den schnellen Konsum in den ersten zwei bis drei Jahren nach ihrer Abfüllung. Bei solchen Weinen lohnt sich eine längere Lagerung nicht, selbst bei idealen Bedingungen im Weinkeller würden sie dadurch nicht besser.

Aber es ist ein besonderes Erlebnis, auch mal einen lange gelagerten Wein zu öffnen. Oder ganz bewusst Weine zu kaufen, die für eine lange Lagerung gedacht sind. Zum Beispiel weil sie aus dem Jahrgang des Hochzeitsjahres stammen, oder dem Geburtsjahr eines Kindes. Dann sollte man auf einem Weingut oder im Fachgeschäft ganz bewusst nach einem Wein fragen, der für lange Lagerzeiten gedacht ist. Grundsätzlich gilt: Je höher der Gehalt an Süße, Säure, Alkohol und – beim Rotwein – an Gerbstoff ist, desto länger ist ein Wein haltbar.

Zur Miete im professionellen Weinkeller

Wer wirklich schlechte Bedingungen zum Weinlagern zu Hause hat, muss nach einer Alternative Ausschau halten. In einigen Großstädten gibt es das Angebot, sich ein Fach oder einen Schrank in einem professionell ausgestatteten Weinkeller zu mieten. Der Haken daran: Das geht richtig ins Geld. Bei Preisen für ein Fach von um die 50 Euro im Monat kommen im Jahr 600 Euro zusammen. Und man möchte den Wein ja über Jahre oder sogar Jahrzehnte einlagern.

Die Alternative: Im Freundes- oder Verwandtenkreis umhören, wer einen Weinkeller hat, und dort um Unterschlupf bitten für die Kiste mit den Weinen, die man wirklich lange aufheben möchte.

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