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Während der Pandemie ist manche Familie auf den Hund gekommen. Das bedeutet nicht nur Verantwortung für ein Haustier, sondern auch finanzielle Risiken, gegen die man sich absichern kann.

Tiere machen viele Menschen glücklich, gerade in der Corona-Zeit. Besonders beliebt: Hunde. Sie bringen ihren neuen Herrchen und Frauchen viel Spaß, aber auch Verantwortung, falls das Haustier einen Schaden verursacht.

Haftpflichtversicherung empfehlenswert für Hundebesitzer

Rennt ein Tier in ein Auto und verursacht so einen Unfall, haften die Besitzer für den entstandenen Schaden – und zwar mit ihrem gesamten Vermögen. Verbraucherschützer empfehlen allen Hundebesitzerinnen und -besitzern, eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abzuschließen. Sie ist in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg nur für sogenannte "gefährliche Hunde" gesetzlich vorgeschrieben, was bestimmte Rassen betrifft oder auch auffällige Hunde.

Policen sind für um 60 Euro pro Jahr zu bekommen. Es lohnt sich, Anbieter sowie ihre Preise und Leistungen zu vergleichen. Wichtig: Die Tierhalterhaftpflichtversicherung sollte zum Beispiel auch dann greifen, wenn Nachbarn oder Freunde zeitweise auf den Hund aufpassen und mit ihm Gassi gehen.

Ein sechs Monate alte Boston Terrier spielt mit seinem Ball. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Paul Zinken)
Hunde können beim Spielen und Toben auch Schaden anrichten. picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Paul Zinken

Wenn der Hund krank wird: Behandlungen beim Tierarzt können teuer werden

Die Tierarztbehandlung für leichte Verletzungen, Impfungen, Kastration oder Sterilisation können viele Besitzer bezahlen. Hunde können aber auch schwer krank werden, was hohe Kosten – zum Beispiel für Operationen – bedeuten kann.

Von einer Krankenversicherung für Hunde raten die Verbraucherzentralen und das Portal Finanztip trotzdem ab – aus verschiedenen Gründen: Kosten für einige gängige Behandlungen wie etwa der Zähne oder Gelenke würden entweder nicht übernommen oder, wenn doch, sei auch die Versicherung selbst sehr teuer. Die Tarife starten bei um 200 Euro pro Jahr, dazu kommt oft eine Selbstbeteiligung für die Behandlungen.

Wer eine Versicherung abschließen will, sollte wissen, dass der Hund meist keine Vorerkrankungen haben darf, um aufgenommen zu werden. Je kleiner der Hund, desto günstiger ist meistens der Schutz. Und: Die Beiträge steigen oft mit dem Alter des Tieres.

Alternative zur Tierkrankenversicherung: die OP-Versicherung

Ein Kompromiss zwischen Absicherung und Risiko könnte es sein, eine Versicherung ausschließlich für Operationskosten abzuschließen. Solche Versicherungen werden für Hunde ab etwa 80 Euro Jahresbeitrag angeboten – die Policen können allerdings je nach Rasse und Alter des Hundes auch deutlich teurer sein. Und: Nach einem Schadensfall kann der Versicherer oft kündigen. Dann wäre der Versicherungsschutz für die Zukunft weg.

Jeder Hundebesitzer sollte sich ausrechnen, wie viel Geld er oder sie über die Jahre gesehen an Versicherungsbeiträgen zahlen würde, wie teuer bestimmte Operationskosten sind und wie hoch die eventuelle Selbstbeteiligung ausfällt. Es kann sinnvoller sein, an Stelle einer Versicherung pro Jahr einen bestimmten Geldbetrag auf einem Tagesgeldkonto zu sparen, um teurere Tierarztbehandlungen bezahlen zu können.

Corona weckt den Wunsch nach Haustieren

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