Gartenglück leicht gemacht

Natürlich düngen mit Jauche

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Petra Lergenmüller
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Simone Ultes

Düngen geht auch ohne Chemie. Pflanzenjauchen sind hervorragende Spender aller Nährstoffe, die der Boden und die Pflanzen brauchen. So geht's!

In 3 Wochen ist die Jauche fertig

Etwa drei Wochen dauert es, bis sich Pflanzenteile im Wasser so zersetzt haben, dass sie im Garten verstoffwechselt werden können. Dies wird Fermentation genannt und bedeutet eine Veredelung des Ausgangsmaterials.

So setzen Sie eine Jauche an

Häufig werden Brennnesseln, Löwenzahn und Giersch verwendet. Aber auch Pflanzenreste aus dem Gemüsebeet können verjaucht werden.

1 kg frisches Pflanzenmaterial wird dafür mit 10 Litern Wasser in einem Eimer stehen gelassen. Einmal täglich umrühren bringt den Prozess voran, ist aber nicht unbedingt erforderlich.

Nach der Fermentation kann die entstandene Brühe 1:5 verdünnt einfach im Garten vergossen werden.

So stellen Sie eine Brennnesseljauche her

Peter Berg stellt Jauche her (Foto: Peter Berg -)
Deckel drauf und 14 Tage gären lassen. Möglichst einmal am Tag kräftig umrühren, damit genügend Sauerstoff für die Gärung zur Verfügung steht. Bewährt hat sich, noch Gesteinsmehl dazuzugeben. Anfangs stinkt es, der Geruch lässt dann aber nach. Nach 14 Tagen die Brühe absieben. Bild in Detailansicht öffnen

Kann ich die Jauche auch auf dem Balkon verwenden?

Für den Balkon ist die komplette Fermentation vielleicht zu geruchsintensiv. Es ist auch möglich, schon einen Tag nach dem Ansetzen die Brühe zu vergießen. Oder die Jauche einfach ein paar Tage stehen lassen (bis der Geruch zu streng wird) und dann verdünnt zu vergießen.

Samen immer absieben

Wer Brennnesseln verwendet, die schon Samen gebildet haben, siebt die Samen am besten ab Denn auch nach der Fermentation sind die Samen noch keimfähig.

Jauche kann auch gespritzt werden

Gezielt können Jauchen und Kaltwasserauszüge auch zum Spritzen verwendet werden.

Noch mehr Informationen gibt es bei der Gartenakademie Rheinland-Pfalz

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