Ein Smartphone wird an einer Powerbank geladen (Foto: SWR)

Strom für unterwegs

So wird der Smartphone-Akku nie mehr leer

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Eine Powerbank passt als mobile Ladestation in jeden Rucksack. Einer Umfrage zufolge hat jeder Vierte zur Sicherheit immer eine dabei. Aber welche Powerbank ist die richtige?

Die Akkuanzeige auf dem Smartphone wird rot - dumm, wenn dann kurz vor dem Flug die Bordkarte auf dem Gerät gespeichert ist. Gut, wenn ich dann eine Powerbank in der Tasche habe, die unterwegs mein Smartphone laden kann.

Eine Powerbank ist eine Art mobiler Speicher von Energie, den ich aufladen und mitnehmen kann. Anschließend kann die Powerbank diese Energie wieder abgeben, um andere Geräte zu laden, einen Laptop, schnurlose Kopfhörer oder ein Smartphone.

Auf die Kapazität der Powerbank achten

Ein Smartphone-Akku hat meist eine Kapazität von rund 4.000 Milliamperestunden, typischerweise abgekürzt mit mAh. Hat eine Powerbank ebenfalls eine Kapazität von 4.000 mAh, lässt sich damit theoretisch einmal der Akku im Smartphone aufladen. Leider erreichen gerade billige Powerbanks nicht die aufgedruckte Kapazität. Oft haben Powerbanks aber eine deutlich größere Kapazität und können damit ein Smartphone mehrmals aufladen. Viele Powerbanks haben 20.000 oder 30.000 mAh, was durchaus Sinn macht. Allerdings, je mehr Kapazität sie hat, desto schwerer ist eine Powerbank.

So passt die Powerbank zum Smartphone

An der Powerbank sind verschiedene Anschlüsse: Zum einen ist ein USB-Anschluss eingebaut um diese aufzuladen, meist eine Micro-USB-Buchse, manchmal auch schon eine USB-C-Buchse, der neue Ladekabel-Standard in der EU. Dann sind oft ein oder zwei normale USB-Anschlüsse, wie sie an einem Ladegerät für die Steckdose zu finden sind. Hier lässt sich ganz normal das Ladekabel anschließen und mit dem Smartphone verbinden.

Powerbanks liefern üblicherweise über den USB-Anschluss eine Spannung von fünf Volt, das passt für die meisten mobilen Geräte, wie Smartphones. Dagegen brauchen Laptops meist eine höhere Spannung, da muss beim Kauf geachtet werden, dass es passt.

Powerbanks sind nicht unverwüstlich

Eine Powerbank ist ein technisches Gerät. Fällt sie am Strand ins Wasser, geht sie kaputt, wenn sie nicht wasserdicht ist. Hitze und direkte Sonneneinstrahlung schaden genauso wie große Kälte. Auch ein Sturz aus größerer Höhe kann Schäden anrichten. Daher sollte eine Powerbank genauso pfleglich wie ein Smartphone behandelt werden. Zu häufiges Aufladen schadet auch einer Powerbank und sie hält 400 bis 500 volle Ladungen und Entladungen aus, bevor ihre Leistung nach und nach abnimmt.

Modelle für unterschiedliche Anforderungen

Wer Wert auf ein niedriges Gewicht legt, kann eine Smartphone-Schutzhülle mit eingebauter Powerbank kaufen. Die haben aber dann auch meist eine geringere Kapazität. Apropos Handyhülle. Es gibt Powerbanks, mit denen lässt sich ein Smartphone drahtlos laden. Am besten ist es dabei, wenn das Smartphone direkt auf der Ladestation liegt. Ist die Hülle dicker, kann der Abstand zu groß sein und damit der Ladestrom geringer ausfallen.

Spontan Energieverbrauch senken

Wenn die Akkuanzeige schon rot ist und die Powerbank ebenfalls leer, lässt sich die Zeit bis zur rettenden Steckdose überbrücken. Ein paar einfache Maßnahmen verlängern die Akkulaufzeit ein wenig: Bildschirm dunkler drehen und die automatische Ausschaltzeit zum Ruhezustand auf 15 Sekunden einstellen. Alle nicht dringend benötigten Funkverbindungen sollten ausgeschaltet werden, wie etwa Bluetooth, WLAN oder NFC. Wer auch nicht telefonieren muss, kann direkt den Flugmodus einschalten, dann funkt nichts mehr. Je nach Android-Version gibt es bereits vorgegebene Energie-Optionen, um den Verbrauch automatisch zu senken. Auch bei Apples iPhones und iPads gibt es in den Einstellungen einen Schalter für den Stromsparmodus.

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