Folge 065 Der Lapplandpfeil

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Durch kaum berührte Natur

Viadukt (Foto: SWR, SWR -)
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Die Reise beginnt in Malmö in einem Bahnhof, dessen Verspieltheiten bis auf die Bahngleise reichen. Weite, fruchtbare Ebenen Südschwedens fliegen vorbei auf der 2000 Kilometer langen Reise. Hinter dem Polarkreis zeigt sich die Mitternachtssonne. Um 7:00 Uhr öffnet der teure Speisewagen. Optisch verwöhnt uns die Fahrt bis zur Erschöpfung. Am späten Vormittag erreichen wir Vännäs.

Hier zweigt eine Nebenbahn zur Hafenstadt Luleå ab. Wir fahren über Schwedens schönsten Fluss, den Vindelälven und erreichen die Garnisonstadt Boden. Ab hier fahren wir auf der Erzbahn und überqueren den nördlichen Polarkreis. Damit sind wir in Lappland und erreichen bald Kiruna, die große Erzstadt. Wir besuchen die Erzgrube von Kiruna und das von der Stahlkrise zur Geisterstadt gemachte Svappavaara. Ein Höhepunkt der Fahrt ist das Gebirge, durch das die Grenze zwischen Schweden und Norwegen verläuft. Landschaften, die von der Zivilisation kaum berührt sind. Flüsse, Seen, karge Wälder, Schneeberge und Rentiere. Die Reise endet in Narvik, einer Stadt, die es nur gibt, weil ein eisfreier Erzhafen vorhanden ist.

Wir kommen direkt zum geschichtsträchtigen Fest "80 Jahre Ofodbahn". Die gesamte Fahrt von Malmö bis Narvik dauert 28 Stunden, der Lokführer wird fünf mal gewechselt, die Spitzen-Geschwindigkeit liegt bei 140 über weite Strecken fährt er konstant 135 Kilometer pro Stunde. Der Zug hat, wenn er in Narvik ankommt, 2.032 Kilometer zurückgelegt.

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