Folge 1019

Die Polarbahn – Russlands nördlichste Bahnlinie

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AUTOR/IN
Wolfgang Mertin

Die Polarbahn auf der sibirischen Halbinsel Jamal bildet die Lebensader für die gigantische Erdgasförderstätte Bowanenko - auch bei meterhohem Schnee und starker Sommerhitze.

Die Halbinsel Jamal liegt im Nordwesten Sibiriens und ragt weit in das Polarmeer hinein - eine karge Heimat für Nomaden und Rentiere. Seit 2011 durchqueren mehrmals pro Woche Züge der Polarbahnlinie die Ödnis der Tundra. Die Strecke startet hinter dem Polarkreis und verläuft als nördlichste Eisenbahn der Welt über den 70. Breitengrad hinaus.

Durch die unwirtliche Schneewüste von Jamal führt die nördlichste Eisenbahnlinie der Welt. (Foto: MedienKontor / Wolfgang Mertin)
Durch die unwirtliche Schneewüste von Jamal führt die nördlichste Eisenbahnlinie der Welt. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Die Lebensweise der Rentierhirten in der Tundra ist eine unmittelbare und enge Verbindung von Mensch und Natur. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Die Polarhalbinsel Jamal ist die Heimat der Nenzen, liegt im Nordwesten Sibiriens und ragt weit in das Polarmeer hinein. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Die Polarbahngleise sind Temperaturspitzen zwischen minus 60°C im Winter und plus 30° im Sommer ausgesetzt. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Die russische Polarhalbinsel Jamal im März. Bedeckt mit einem Eispanzer. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Auf der russischen Polarhalbinsel Jamal herrschen im Winter Temperaturen von bis zu minus 50° Celsius. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Der 53jährige Alexander Choroschailow sorgt für freie Fahrt auf der Strecke der Polarbahn auf Jamal. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Die Polarhalbinsel Jamal ist die Heimat der Nenzen, liegt im Nordwesten Sibiriens und ragt weit in das Polarmeer hinein. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Keine andere Bahnstrecke wagt sich so weit in arktische Regionen vor wie die Jamalbahn. Alexander Choroschailow muss für freie Fahrt sorgen. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Die Hirten von Jamal leben von der Zucht der Rentiere. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Die Bahn führt zu den größten Erdgasfeldern der Erde, weit im Norden der Polarhalbinsel. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Rund 6000 Nenzen leben heute noch auf Jamal, auf einer Fläche, die anderthalb Mal so groß ist wie Österreich. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Keine andere Bahnstrecke wagt sich so weit in arktische Regionen vor wie die Jamalbahn. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Rund 6000 Nenzen leben heute noch auf Jamal, auf einer Fläche, die anderthalb Mal so groß ist wie Österreich. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Die Polarbahngleise sind Temperaturspitzen zwischen minus 60°C im Winter und plus 30° im Sommer ausgesetzt. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen
Der 53jährige Alexander Choroschailow sorgt für freie Fahrt auf der Strecke der Polarbahn auf Jamal. MedienKontor / Wolfgang Mertin Bild in Detailansicht öffnen

Die Fahrt beginnt in der Station Obskaja, ab hier geht es 572 km über Permafrostböden und Moore immer weiter nach Norden bis zu den Erdgasfeldern von Bowanenko. Die Bahn ist Eigentum des russischen Energiekonzerns Gazprom, der über die Schienen Material und Mitarbeiter zur Gasförderstätte bringen lässt. Dafür, dass die Züge stets verlässlich bei bis zu -60° C im Winter oder 30° C im Sommer rollen, sorgt ein enormer Aufwand an Technik und der Einsatz des erfahrenen Streckenchefs Alexander Choroschailo. Die Strecke muss um jeden Preis befahrbar bleiben, auch bei meterhohem Schnee und Temperaturen unter minus 50°C.

(ESD: 29.10.2021)

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Wolfgang Mertin