Folge 699

Kleinbahnschätze in Österreichs Westen

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AUTOR/IN
Grit Merten
Merten (Foto: privat -)

Im Fasching 2009 konnten die Teilnehmer der Eisenbahn-Romantik-Sonderfahrt ab Stuttgart via Bregenz nach Tirol in die "gute alte Zeit" eintauchen, in der es noch richtige Winter gab mit viel Eis und Schnee und ständigen Minusgraden.

Wir sind auf sechs sehr interessanten und abwechslungsreichen Strecken unterwegs: Die Bregenzerwald Bahn, die Arlbergbahn, die Stubaitalbahn, die Krimmler oder Pinzgauer Bahn und die Zillertalbahn.

Der letzte Winter hatte es in sich. Die Bregenzerwald Bahn, eine Schmalspurbahn in Vorarlberg, musste nach heftigen Schneefällen mehrfach mühevoll freigeschaufelt werden. Meterhoch verschneit war die Strecke des "Wälderbähnles".

Bilder der Sonderfahrt nach Tirol (Foto: SWR)
Eine V 200 namens Roswitha im Stuttgarter Hauptbahnhof Bild in Detailansicht öffnen
Die historische Dampflok 41 018, Baujahr 1939, ein "Technisches Denkmal des Freistaates Bayern", beheimatet im Bahnpark Augsburg, wird freudig fotografiert. Bild in Detailansicht öffnen
Letzte Vorbereitungen im Bahnhof Augsburg und die Dampflok 41 018, die seit November 1939 auf allen Strecken in Deutschland und Österreich fahren darf, bringt uns über Lindau nach Bregenz. Bild in Detailansicht öffnen
Der gepflegte schwarze Renner, Jahrgang 1939, Prachtstück der Dampflokgesellschaft München, im Bahnhof Augsburg. Bild in Detailansicht öffnen
Und so sieht unser Sonderzug als Ganzes aus. Bild in Detailansicht öffnen
Machten sich bei der Abfahrt in Stuttgart die Schneeflocken noch rar, tanzten sie im Allgäu vom Himmel herunter. Die Fotografen waren von der langen Dampffahne mehr als begeistert. Bild in Detailansicht öffnen
Die 41 018 in Lindau-Reutin beim Betriebshalt kurz vor der Österreichischen Grenze. Bild in Detailansicht öffnen
Bahnhof Bezau - Ausgangspunkt der schmalspurigen Bregenzerwald Bahn auch Wälderbähnle genannt. Bild in Detailansicht öffnen
Neue Lokremise des Wälderbähnle in Bezau. Bild in Detailansicht öffnen
Dampflok Uh 102 (498.08) C1h2t Hersteller: Lokfabrik Florisdorf, Baujahr 1931, hergestellt für die Mariazellerbahn , St. Pölten, Dienstgewicht: 28 t, PS: 247, Geschwindigkeit: 40 km/h. Wieder aufgebaut unter Verwendung wesentlicher Ersatzteile (Kessel u. a.) der Dampflok Uh 03. Bild in Detailansicht öffnen
Diesellok - BWB 209I.08 Bild in Detailansicht öffnen
Dampflokomotive: U 25 "Bezau", Inbetriebnahme 1902, Hersteller: Krauss/Linz, Dienstgewicht: 24,1 t, Geschwindigkeit: 35 km/h Bild in Detailansicht öffnen
An drei Wochenenden hintereinander hatten die Eisenbahnfreunde in mühsamer Kleinarbeit die Trasse immer wieder geräumt, damit unsere Fahrt stattfinden konnte. Bild in Detailansicht öffnen
Die Fahrgäste warten gespannt auf die Abfahrt. Bild in Detailansicht öffnen
Die Wälderbahn ist eine Schmalspurbahn mit 760 mm Spurweite. Heute ist ein Teilstück von 5 km als Museumsbahn in Betrieb. Bild in Detailansicht öffnen
Dampflok U 25 "Bezeau", Baujahr 1902 von Krauss/Linz, C1 n2t. Höchstgeschwindigkeit 35 km/h. Bild in Detailansicht öffnen
Zug in einer herrlichen Schleife, hier kann man die Schneemassen besonders gut erkennen. Bild in Detailansicht öffnen
Die Bregenzerwald Bahn auf der Sporeneckbrücke. Bild in Detailansicht öffnen
Unser Ausflug mit der schmalspurigen Bregenzerwald Bahn wäre beinahe "ins Wasser gefallen" oder besser in den auftürmenden Neuschnee. Bild in Detailansicht öffnen
Der Schnee bot den Reiseteilnehmern besondere Fotostandorte. Bild in Detailansicht öffnen
Dampflok St. Gallen - Die Rheinregulierungsbahn ist eine internationale teils elektrisch, teils mit Dampf betriebene Bau- und Güterbahn mit einer Spurweite von 750 mm. Die Fahrten starten alle beim Museum in Lustenau und führen rechtsrheinisch zur Rheinmündung und retour und linksrheinisch über Widnau zur Rheinmündung und retour. Bild in Detailansicht öffnen
Die Lok "Elfi" steht im kleinen aber feinen Museumsbetrieb der Vereins Rheinschauen. Bild in Detailansicht öffnen
Rheinregulierungsbahn Bild in Detailansicht öffnen
Die Zuglok 41 018 bei der Abfahrt in Bregenz, Inbetriebnahme 1939, Gewicht Lok und Tender: 162 t, Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h Bild in Detailansicht öffnen
Bereitstellung der Schublok 1020.042 in Bludenz. Bild in Detailansicht öffnen
Kurzer Schneeaufenthalt in "Langen am Arlberg". Bild in Detailansicht öffnen
Die Schublok 1020.042 geht in Imst-Pitztal vom Zug. Bild in Detailansicht öffnen
Die historische Dampflok 41 018 mit einer Leistung von 2.000 PSt in Imst-Pitztal. Bild in Detailansicht öffnen
Ankunft unseres Nostalgie-Triebwagens für die Stubaitalbahnfahrt - Eine 18 Kilometer lange, schmalspurige Nebenbahn von Innsbruck nach Fulpmes in Tirol. Bild in Detailansicht öffnen
Die Triebwagen boten bei einer Länge von 11.400 mm, einer Breite von 2.400 mm und einem Gewicht von 20,5 t 38 Sitz- und 28 Stehplätze. Die Besonderheit dieser Nostalgie-Triebwagen war, dass sie die ersten Einphasen-Wechselstrom-Triebwagen der Welt waren. Bild in Detailansicht öffnen
Die Stubaitalbahn Bild in Detailansicht öffnen
Innsbruck Bahnhofsvorplatz, Haltestelle der Stubaitalbahn. Bild in Detailansicht öffnen
Brücke der Stubaitalbahn. Bild in Detailansicht öffnen
Die Hagener Straßenbahn bei der Ankunft in Fulpmes. Die zwischen 1959 und 1961 von DUEWAG gebauten Triebwagen sind 26.650 mm lang, 2.200 mm breit und wogen 27,3 t. Bild in Detailansicht öffnen
Mit der JVB 83 auf dem Weg in Richtung Kreith. Eines der Dörfer, die neben Natters, Mutters und Telfes auf der Stubaitalbahnfahrt passiert werden. Bild in Detailansicht öffnen
Einblicke im Bahnmuseum: Zur Eröffnung der Stubaitalbahn wurden die Triebwagen 1 bis 3 beschafft und wegen der hohen Betriebs-Auslastung im Jahr 1905 noch ein weiterer. Die Triebwagen 1,2 und 4 wurden von der Stubaitalbahn AG im Jahr 1984 an die Tiroler Museumsbahn übergeben. Triebwagen 3 wurde nach einem Unfall ausgemustert. Bild in Detailansicht öffnen
Lokalbahnmuseum - hier bekommt man einen Ein- und Überblick über die zahlreichen Klein- und Schmalspurbahnen Tirols, die größtenteils leider schon Geschichte sind. Bild in Detailansicht öffnen
Tiroler Bahnmuseum mit Berg Isel-Schanze im Hintergrund Bild in Detailansicht öffnen
Während des Fotohaltes im verschneiten Kitzbühel zog ein Taurus mit Sonderlackierung zum 50-jährigen Bestehen des Bundesheers an uns vorbei. Bild in Detailansicht öffnen
P8 ÖBB Lok 638.1301 Bild in Detailansicht öffnen
Umstieg der Fahrgäste in Zell am See. Der Sonderzug wird von der im Jahr 1906 in Betrieb genommene Dampflokomotive Mh. 3 gezogen. Bild in Detailansicht öffnen
Gunter Mackinger im Interview. Bild in Detailansicht öffnen
Vs 73 Diesellok Bild in Detailansicht öffnen
Krimmler Bahnen mit einer Schneeräumungslok. Bild in Detailansicht öffnen
Pinzgaubahn Mh. 3 - In der Zeit vom 10. bis 12. Juli 2005 unterspülte die Hochwasser führende Salzach auf weiten Teilen die Gleise der Bahntrasse. Am 21. Oktober 2005 wurde nach Wiederherstellung des Unterbaues und des Gleiskörpers der Betrieb wieder bis Mittersill aufgenommen. Die Strecke soll im Jahr 2010 bis zum Endpunkt Krimml wieder befahrbar sein, bisher ist nur gut die Hälfte wieder aufgebaut. Bild in Detailansicht öffnen
Die Zuglok Mh. 3 in Zell am See - Besonderheit: Stütztenderlok, Höchstgeschwindigkeit 40 km/h, Gewicht: 45t. Bild in Detailansicht öffnen
Immer wieder müssen die Weichen von Schnee frei geräumt werden. Bild in Detailansicht öffnen
Zillertalbahnen im Bahnhof Jenbach. Bild in Detailansicht öffnen
Die Zillertalbahn hat eine Spurweite von 760 mm und ist im Eigentum der Zillertaler Verkehrsbetriebe AG mit Sitz in Jenbach. Bild in Detailansicht öffnen
Unser Zug stapfte, gezogen von Lok "Zillertal", die 109 Jahre als ist, durch meterhohen Schnee und freut sich zusammen mit den Fahrgästen über einen traumhaften Wintertag bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Bild in Detailansicht öffnen
Dampflokomotive: Lok 2 "Zillertal", Hersteller: Krauss/Linz, Bauart: C1'nt-n2, Höchstgeschwindigkeit: 35 km/h. Bild in Detailansicht öffnen
Die Zillertalbahn - Sie führt von Jenbach nach Mayrhofen, ist knapp 32 Kilometer land und wurde im Jahre 1902 eröffnet. Bild in Detailansicht öffnen

Über die Arlbergbahn, die 2009 ihren 125. Geburtstag feiert, wird es am 2.8.2009 einen eigenen Film geben. Als wir in Langen vor dem Westportal des Arlbergtunnels standen, hat ein Bagger die Schneemassen wegräumen müssen.

Nur Eingeweihten ist die Rheinregulierungsbahn ein Begriff, dabei ist diese Bahn schon über hundert Jahre alt. Sie kann wahrlich auf eine bewegte Geschichte zurückblicken und auf Versuche, den Rhein in Schach zu halten.

Die meterspurige Stubaitalbahn mit ihren Straßenbahn-Oldtimern, die Pinzgaubahn, die im vergangenen Jahr um ein Haar stillgelegt worden wäre, und die schon fast schon legendäre Zillertalbahn sind weitere Glanzstücke in der schneebedeckten Alpenlandschaft Tirols.

(ESD: 28.06.2009)

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