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In der alten Eisenbahnzeit, die aus Sicht der Balten alles andere als gut war, funktionierte alles zentral: Aus Moskau kamen die Befehle – und weit weg von Moskau mussten die baltischen Eisenbahnen dafür sorgen, dass die Waren aus der riesigen Sowjetunion in die eisfreien Ostseehäfen transportiert wurden.

Das ist heute nicht völlig anders. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gründeten Lettland, Estland und Litauen ihre eigenen Eisenbahngesellschaften – und die sind heute ebenso marode, wie es die Sowjetunion kurz vor ihrem Zusammenbruch war.

Zilupe TEP70 und russische 2TE116 (Foto: SWR)
Zilupe TEP70 und russische 2TE116 Bild in Detailansicht öffnen
Museumszug in Ventspils Bild in Detailansicht öffnen
2TE10 überquert den Fluß Rauna Bild in Detailansicht öffnen
Güterzug Lok 2TE10 zwischen Ventspils und Riga Bild in Detailansicht öffnen
Güterzug mit Lokomotive 2M62 bei RezekneLettland Bild in Detailansicht öffnen
Dieselmotoren im Depot von Daugavpils Bild in Detailansicht öffnen
Lok-Depo Daugavpils 2M62 2,TE10 und 2M62 Bild in Detailansicht öffnen
Doppelzugmaschinen 2TE10 im Norden von Riga Bild in Detailansicht öffnen

Mit einer ganz besonderen Ausnahme: Lettland hat zwar den Nachfolgestaaten der Sowjetunion nicht viel anderes zu bieten als seine geographische Lage und seinen Hafen Ventspils. Der ist aber das ganze Jahr über eisfrei und groß genug, um die Waren der GUS-Staaten in den Rest der Welt zu exportieren.

Die meisten Straßen sind überbrückt, die Bahnanlagen erneuert – und doch ist die Eisenbahnstrecke Ventspils-Riga-Daugavpils immer noch ein Ausflug in ein zurückliegendes Jahrhundert.

(ESD: 30.01.2011)

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