Folge 972

Côte Bleue – Von Carry-le-Rouet nach Marseille

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AUTOR/IN
Alexander Schweitzer
Alexander Schweitzer (Foto: SWR, SWR - Wolfgang Drichelt)

Die Côte Bleue ist weniger bekannt als ihre große Schwester Côte d’Azur, dafür aber längst nicht so überlaufen.

Der schnellste Weg mit der Bahn von Paris an die Côte d’Azur verläuft über Lyon und Marseille. Wer etwas mehr Zeit hat und einen nicht so bekannten, aber mindestens genauso schönen Küstenabschnitt entdecken möchte, steigt 50 Kilometer vor Marseille in Miramas um in den Train de la Côte Bleue.

Dieser Zug fährt auf einer der schönsten Panoramastrecken Südfrankreichs, 60 Kilometer größtenteils entlang der Mittelmeerküste mit herrlichen Sandstränden, lauschigen Felsbuchten und glasklaren Flüsschen. Die Côte Bleue ist weniger bekannt als ihre große Schwester Côte d’Azur, dafür aber längst nicht so überlaufen. Es bietet sich eine Kombination aus Zugfahrt und Wanderung auf dem Küstenweg an. Wir kommen an Orte ohne Straße, wo uns nur die Füße oder die Bahn hinbringen.

Im zweiten Teil fahren wir über das Viaduc in Méjean, einem der für die Strecke so typischen Steinbogen-Viadukte. Direkt darunter essen wir im Restaurant „Le Mange-Tout“ Mittag. Hier gibt es leckere „Friture“, kleine Fische, die am Stück gegessen werden
In Niolon beobachten wir einen Tauchkurs der UCPA, einer Vereinigung für Sport im Freien. Ihr Ziel ist, dass auch junge Menschen mit kleinem Geldbeutel den Tauchsport lernen und soziale Kontakte herstellen können. Die Schönheit unter Wasser ist an der Côte Bleue unvergleichlich.
Wir besuchen auch das ehemalige Künstlerdorf L’Estaque mit seinen ineinander verschachtelten Häuschen. Der Ort wurde von Georges Braque, Paul Cézanne, Raoul Dufy und vielen anderen Künstlern besucht und hat sie inspiriert. Braques Gemälde Häuser in L’Estaque (1908), rief erstmals den Begriff des Kubismus hervor. Nun ist es nicht mehr weit zum Endbahnhof Marseille Saint-Charles.

(ESD: 18.10.2019)

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Alexander Schweitzer
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