Kissen (Foto: privat -)

Handarbeit

Makramee -Kissen

Stand

Makramee – die Kunst des kreativen Knotens. Garn, Kordeln und Seile werden in einer Weise geknotet, dass diese eine dekorative Form ergeben. Schon in den 70er waren sie ein großer Trend. Jimena Real de Azua de Kuhn bringt ihn wieder zurück. 

Material

  • Baumwollseil, Ø 5 mm
  • Doppelter halber Schlag, Rückwärts-Variante
  • Horizontale Rippenknoten
  • Diagonale Rippenknoten
  • Kreuzknoten

So geht's:

Zuschneiden

Aus dem Baumwollseil 28 Stücke von 4 m Länge und drei Stücke von 70 cm Länge zuschneiden.

Knoten

1. Mit der Rückwärts-Variante des doppelten halben Schlags die 4 mm Fäden an einem 70 cm Seilstück einhängen. Dieses Seilstück wird als Hilfsmittel verwendet, um das Stück hängend im Stehen knüpfen zu können. Nachdem der Kissenbezug fertig ist, wird das Seilstück entfernt. Die Enden, die jetzt nach hinten hängen, ergeben später die Fransen.

2. Am Ende eines 70 cm langen Seilstücks einen Überhandknoten arbeiten. Das Seilstück 12 cm unter dem Anfang und der Überhandknoten auf der linken Seite der vertikal herabhängenden Fäden platzieren. Den Leitfaden mit der linken Hand festhalten und mit der rechten Hand den ersten Arbeitsfaden nehmen und eine Linie aus 56 horizontalen Rippenknoten einarbeiten. Dafür alle vertikal verlaufenden Arbeitsfäden verwenden.

3. Unterhalb der horizontalen Rippenknoten nun drei Reihen von Kreuzknoten einarbeiten. Die erste Reihe direkt mit den ersten vier Fäden beginnen. In der zweiten Reihe die zwei ersten und letzten Fäden hängen lassen. Die dritte Reihe auch direkt mit den ersten vier Fäden beginnen.

4. Unter den Kreuzknoten werden nun Rauten geknüpft. Die erste Rauten-Reihe beginnt mit einer halben nach außen hin offenen Raute unterhalb des ersten Kreuzknotens. Dazwischen werden 6 ganze Rauten geknotet, jeweils unterhalb von zwei Kreuzknoten. Die Reihe endet wiederum mit einer halben nach außen offenen Raute, unterhalb des letzten Kreuzknotens.

Die Diagonalen von links oben bis rechts unten werden geknüpft. Für die erste Raute wird der erste Faden als Leitfaden verwendet. Für die weiteren Diagonalen werden jeweils die Fäden der beiden oberhalb der Raute geknüpften Kreuzknoten verwendet. Als Leitfaden wird jeweils der vierte Faden des linken Kreuzknotens verwendet. Nimm immer den linken Faden des rechten Kreuzknotens als Arbeitsfaden und arbeite insgesamt sieben diagonale Rippenknoten von links oben nach rechts unten.

Knüpfe nun sieben diagonale Rippenknoten von rechts oben nach links unten. Verwende diesmal jeweils den ersten Faden des rechten darüberliegenden Kreuzknotens als Leitfaden.

5. Unter den diagonalen Rippenknoten wird je ein Kreuzknoten eingearbeitet. Diesmal werden die mittigen vier Fäden als Leitfäden und die zwei äußeren als Arbeitsfäden verwendet. Die Kreuzknoten unterhalb der beiden halben (offenen) Rauten zu Beginn und am Ende der Reihe werden nur je einen Leitfaden haben.

6. Unter den Kreuzknoten werden wiederum zwei diagonale Rippenknoten gearbeitet.

Die diagonalen Rippenknoten werden von rechts oben nach links unten geknüpft. Die Leitfäden des vorherigen diagonalen von rechts oben nach links unten gerichteten Rippenknotens werden weiter als Leitfäden verwendet, um diese auf der diagonalen Linie weiter zu knüpfen.

Die diagonalen Rippenknoten werden von links oben nach rechts unten geknüpft. Die Leitfäden des vorherigen diagonalen von links oben nach rechts unten gerichteten Rippenknoten werden weiter als Leitfäden verwendet, um diese auf der diagonalen Linie weiter zu knüpfen.

7. Wir knüpfen eine Reihe von 14 Kreuzknoten.

In der Reihe darunter jeweils einen Kreuzknoten mittig unterhalb von zwei Knoten der darüberliegenden Reihe knoten. Die erste zwei Fäden werden frei hängen gelassen, dann wird mit den nächsten vier Fäden ein Kreuzknoten gemacht, dann die nächsten vier Fäden frei hängen lassen, um wiederum mit den nächsten vier Fäden einen Kreuzknoten zu machen. Weiter so machen bis alle 7 Kreuzknoten geknüpft sind.

Wieder eine Reihe von 14 Kreuzknoten knüpfen.

8. Schritt 4 bis Schritt 6 wird wiederholt.

9. Nun drei Reihen von Kreuzknoten einarbeiten. Die erste Reihe direkt mit den ersten vier Fäden beginnen. In der zweiten Reihe die zwei ersten und letzten Fäden hängen lassen. Die dritte Reihe auch direkt mit den ersten vier Fäden beginnen.

10. Am Ende eines 70 cm langen Seilstücks einen Überhandknoten einarbeiten. Der Überhandknoten auf der linken Seite der vertikal herabhängenden Fäden platzieren. Den Leitfaden mit der linken Hand festhalten und mit der rechten Hand den ersten Arbeitsfaden nehmen und eine Linie aus 56 horizontalen Rippenknoten arbeiten. Dafür alle vertikal verlaufenden Arbeitsfäden verwenden.

11. Die Fransen werden geschnitten. Erst die unteren Enden auf ca. 12 cm Länge schneiden. Für die oberen Fransen, den Leitfaden an dem die Seile eingehängt wurden, herausziehen. Jede Schlaufe mittig einschneiden, so ergeben sich die Fransen von oben.

12. Die fertige Knüpfarbeit am Kissenbezug festnähen. Dazu das Makramee so auf den Kissenbezug legen, dass die Ecken und Enden jeweils bündig mit dem Kissenbezug abschließen. Die Arbeit möglichst entlang der horizontalen Rippenknoten festnähen, damit sich das Makramee-Stück nicht vom Bezug abhebt und wellt. Die offenen Enden lose hängen lassen, das ergibt einen schönen Abschluss.

Weitere Ideen von Jimena Real de Azúa de Kuhn finden Sie hier:

www.supr.com

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AUTOR/IN
SWR Fernsehen