Handtuchhalter im Badezimmer wird gereinigt (Foto: Colourbox)

Putz-Basics

Mikrofaser & Co.- Diese 4 Putztücher brauchen Sie!

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AUTOR/IN
Diana Stier
Diana Stier (Foto: Frank Thissen)

Spül- und Putzlappen sind in jedem Haushalt unentbehrlich. Aber welche brauchen Sie wirklich? So treffen Sie die richtige Wahl.

Baumwolle, Mikrofaser & Co. - es gibt viele Materialien bei Reinigungstüchern, die jeweils ihre Vor- und Nachteile haben.

Reinigungstücher aus Baumwolle

Ein beliebtes Material für Boden-, Spül- und Geschirrtücher. Es eignet sich hervorragend zum Reinigen, weil die Baumwolle sehr viel Wasser aufnehmen kann. Durch eine mögliche Waffelstruktur wird die Oberfläche vergrößert und das Tuch kann mehr Flüssigkeit aufnehmen. Allerdings hat Baumwolle den Nachteil zu flusen.

Reinigungstücher aus Leinen oder Halbleinen

Reines Leinen ist sehr haltbar und wird vor allem für hochwertige Geschirrtücher verwendet. Es ist nicht so saugstark, aber flusenfrei. Halbleinen besteht mindestens aus 40% Leinen und 60% Baumwolle, ist somit relativ saugstark und hinterlässt auf Gläsern kaum Flusen.

Reinigungstücher aus Leder

Lange unverzichtbar zum Nachpolieren von Fensterscheiben. Sehr saugfähig und flusenfrei, aber teuer in der Anschaffung. Zudem wird Leder mit der Zeit hart.

Reinigungstücher aus Mikrofaser

In fast allen Reinigungsbereichen können Sie Mikrofasertücher einsetzen. Die Feinheit der Faser bewirkt durch die erhöhte Oberfläche eine 40 mal höhere Reinigungsleistung gegenüber einer normalen Baumwollfaser.

Reinungsschwämme und Co - diese vier Putztücher brauchen Sie (Foto: Colourbox)
Mikrofasertücher niemals mit Weichspüler waschen

Sie sollten Mikrofasertücher feucht anwenden. Niemals mit Weichspüler waschen, sonst verkleben die feinen Fasern. Hochqualitative Mikrofasertücher haben eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer und Sie können diese auch auf empfindlicheren Flächen einsetzen.

Reinigungstücher aus Zellulose (Bambus oder Holz)

Zellulose ist ein natürliches Material, das aus Holz oder Bambus gewonnen wird. Ein nachwachsender Rohstoff, der zeitgleich biologisch abbaubar ist. Zellulose kommt häufig als Mischgewebe in Verbindung mit Baumwolle vor. Die Tücher sind sehr saugstark und dürfen in der Maschine bei bis zu 60 °C gewaschen werden. Nachteilig sind Flusen und Haare, die häufig am Tuch hängen bleiben und sich nur schwer entfernen lassen. Tücher aus Zellulose gibt es auch mit einer Polyurethanbeschichtung. Dadurch wird die Faseroberfläche glatt und flusenfrei und können ca. das 4-fache des Trockengewichts aufnehmen. Auch für Hochglanzflächen geeignet.

Reinigungstücher mit Silberpartikeln

Antibakterielle Reinigungstücher sind mit Silberpartikeln ausgestattet, die eine antibakterielle Wirkung haben. Die Wirkung ist von der Wissenschaft allerdings nicht belegt.

Reinigungsschwämme

Bestehen meist aus einem Polyurethanschaum und haben oft zwei Seiten für hartnäckigen Schmutz. Hier sind Schleifkörper enthalten, die der Oberfläche schaden könnten. Im Allgemeinen gilt, je dunkler die Farbe einer Scheuerfläche, desto härter.

Reinungsschwämme und Co - diese vier Putztücher brauchen Sie (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
Schwämme sollten Sie wöchentlich wechseln und möglichst bei 60 °C waschen

Schmutzradierer

Bestehen aus Melaminharzschaumstoff. Für die Reinigung müssen sie angefeuchtet werden. Die feinen Poren spalten den Schmutz auf und die großen Poren nehmen ihn auf. Der Schwamm njutzt sich mit der Zeit ab. Vorsicht bei allen kratzempfindlichen Materialien!

Edelstahlknäuel

Eignen sich für starke Verkrustungen, vor allem bei Glas oder Emaille.

Welches Tuch für welche Oberfläche?

  • Mikrofasertücher sind für fast alle Oberflächen geeignet. Vorsicht ist bei Hochglanzflächen geboten.
  • Hier eignen sich Mischgewebe mit Zellulose. Bei nicht versiegelten Holzoberflächen könnte dem Holz zu viel Feuchtigkeit entzogen werden und es wird spröde.
  • Tücher mit hohem Flor oder Schlingen sind für die Beseitigung von grobem Schmutz besonders geeignet.
  • Besonders fein gewebte Ware eignet sich gut zum Polieren.
  • Hygiene-Reinigungstücher und -Schwämme nehmen nicht nur den Schmutz auf, sondern können ihn unter Umständen auch lange halten. Schlechte Gerüche und eine hohe Verkeimung sind die Folge. Daher nach spätestens drei Tagen wechseln und bei 60 °C waschen.
Eine Frau neben einer Waschmaschine (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
Mikrofasertücher am besten in einem Waschbeutel waschen

Mikrofasertücher können beim Waschen „anflusen“. Diese am besten in einem Wäschebeutel waschen. Die Qualitätsunterschiede lassen sich häufig an der Saug- und Wasseraufnahmefähigkeit feststellen. Bei minderen Qualitäten kann es schnell zu einem Nachlassen dieser Fähigkeit kommen.

Unsere Empfehlung für die Basic-Ausstattung

Baumwolllappen, Microfaserlappen, Edelstahlknäuel, Fenstertuch.

Für jeden Reinigungsbereich eine eigene Farbe, wenn man sie mehrfach verwendet.

  • ROT: WC, Urinale
  • GELB: Waschbecken, Fliesen, Spiegel
  • GRÜN: Küche
  • BLAU: Möbel

(Dieses Farbsystem wird nahezu weltweit angewandt.)

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