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Damit die beliebten Zimmerpflanzen im Frühling gut durchstarten, brauchen sie ein wenig Pflege. Floristmeisterin Silke Wilhelm zeigt, wie Sie Orchideen richtig zurückschneiden, umtopfen und düngen.

Früher waren Orchideen eine wahre Rarität. Sie wurden in den Regenwäldern gesammelt, mussten aufwändig nach Europa verschickt werden und waren dann auch noch schwierig in der Pflege. Dank neuer Züchtungstechniken sind diese Pflanzen heute aber einfach und günstig zu bekommen und die Pflege ist je nach Sorte gar nicht aufwändig.

Frühjahrskur für Orchideen

1. Umtopfen

Die Wurzel einer Orchidee wird mit Gummihandschuhen gehalten. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
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Zum Umtopfen einer beengten Pflanze, Orchidee aus dem Topf nehmen, Substrat abschütteln und schauen, ob alle Wurzeln grün oder gräulich sind. Wenn ja: alles gut.

2. Schneiden

Alle vertrockneten Wurzeln oder braunen Wurzeln müssen im Zentrum des Wurzelballens weggeschnitten werden. Braune Wurzeln sind zwar nicht abgestorben, haben aber keine Funktion mehr für die Pflanze.

3. Substrat

Substrat mit Orchideenwurzel (Foto: Colourbox)

Unbedingt Orchideenerde verwenden, denn die Luftwurzeln vertragen keine normale Erde. Beim Umtopfen alles austauschen.

4. Düngen

Orchidee (Foto: SWR, SWR - Foto: Biggi Hoffmann)
Spezialdünger muss übrigens nicht sein. Der Fachmann im Botanischen Garten empfiehlt gewöhnlichen Blütendünger auch für Orchideen. Sein Rat: Lieber häufiger düngen, also einmal pro Woche oder alle zwei Wochen, und dafür etwas weniger Dünger verwenden. SWR - Foto: Biggi Hoffmann

Bitte Orchideendünger verwenden. Dünger entsprechend den Angaben auf der Packung ins Wasser geben und die Pflanze tauchen. Danach gut abtropfen lassen, damit es keine Staunässe gibt.

5. Standort

Orchidee steht auf der FEnsterbank im Bad (Foto: Colourbox)

Keine direkte Sonne, aber hohe Luftfeuchtigkeit. Ein helles Badezimmer ist beispielsweise perfekt. Ab Mitte Mai vertragen es Orchideen auch draußen an der frischen Luft.

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