Vom 26. Oktober bis 1. November

Heimatwoche Südwestpfalz

Stand

Der SWR stellt ab dem 26. Oktober in einer Heimatwoche die Region Südwestpfalz in den Mittelpunkt zahlreicher Sendungen. Es geht um Kultur, Lebensart und Tradition dieser vielfältigen Region.

Den Auftakt der Heimatwoche macht am Montag, 26. Oktober, um 18:15 Uhr das Format „7 Tage“, in dem SWR Reporterin Elisa Luzius einen Kindheitsstraum erfüllt und 7 Tage lang in einer Tierklinik in Zweibrücken mit anpackt. Am Dienstag geht es im Umwelt- und Naturmagazin „natürlich“ auf einen Hof nach Erlenbach bei Dahn, wo neben Glanrindern, Schwarkopfschafe und sogar Wasserbüffel zu Hause sind. Am Mittwoch geht es bei „Made in Südwest“ für die Region ganz traditionell um Schuhe. Portraitiert wird die Schuhmanufaktur Kennel & Schmenger in Pirmasens. Unterhaltsam wird es in „Die Rezeptsucherin“ (Donnerstag, 29. Oktober, 18:15 Uhr) und in „Stadt Land Quiz“ (Samstag, 31. Oktober, 18:45 Uhr). Natur und Tourismus stehen im Fokus der Sendungen „Fahr mal hin“ (Freitag, 30. Oktober, 18:15 Uhr) und „Expedition in die Heimat“ (Freitag, 30. Oktober, 20:15 Uhr) und Ob in der Rubrik „Wandercheck“, „Gut zu Wissen“ oder „Hierzuland“: Die „Landesschau Rheinland-Pfalz“ greift täglich ab 18:45 Uhr Themen aus der Region auf. Moderator Holger Wienpahl trifft auf einer Rundtour durch die Südwestpfalz viele spannende Menschen, die ihm ihre Heimat zeigen.

Montag bis Freitag, 26.10. bis 30.10.2020, 18:45 Uhr

Landesschau Rheinland-Pfalz“: Holger Wienpahl unterwegs in der Südwestpfalz

Heimatwoche heißt für die „Landesschau Rheinland-Pfalz“ auf die Reise gehen, besser gesagt für ihren Moderator Holger Wienpahl. Raus aus dem Studio und mitten hinein in eine Region, die geprägt ist vom Leben zwischen Wald und roten Felsen. Aber es liegt noch so viel mehr dazwischen. Deswegen hat Holger Wienpahl ein vollgepacktes Programm vor sich: Eine Woche, fünf Tage, fünf verschiedene Stationen: Zweibrücken, Pirmasens, Thaleischweiler-Fröschen, Rodalben und Rumbach.

In Zweibrücken trifft er den pensionierte Richter und Autor Wolfgang Ohler und auch der Streetart-Künstler Peter Schaumburger, der die Stadt durch seine Kunst bunter macht.

In der ehemaligen Schuhmetropole Pirmasens lernt Holger Wienpahl Menschen kennen, deren Leben sich immer noch um Schuhe dreht, die aber auch andere Seiten ihrer Stadt zeigen.

Lehrreich wird es in Rodalben: Bei einer Kutschfahrt durch den Pfälzer Wald wird Holger Wienpahl von Gerdi Meyer in die Ausbildung von Kutschpferden eingeweiht.

Ganz viel Heimat gibt es in Rumbach zu spüren, das für sein attraktives und vielseitiges Leben in der Dorfgemeinschaft mit der Goldmedaille beim Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet wurde.

Die Reise führt Holger Wienpahl schließlich nach Thaleischweiler-Fröschen, am Südende der Sickinger Höhe in der Talaue und an den Hängen des Schwarzbachs gelegen. Aber nicht nur die schöne Landschaft lockt dorthin, er trifft hier auch die amtierende Speerwurf-Europameisterin Christin Hussong und die Krimiautorin Monika Geier.

Neben der Reiseserie zeigt die „Landesschau Rheinland-Pfalz“ in der Heimatwoche noch mehr Beiträge aus der Region, beispielsweise einen „Wandercheck“. Zusätzlich gibt es zwei Straßenporträts aus der Reihe „Hierzuland“ aus Busenberg und Bottenbach. Als Studiogast erzählt Frank Serr aus seinem bewegten Leben. Und was es mit der berauschenden Felslandschaft in der Südwestpfalz genau auf sich hat, diese Besonderheiten erklärt die Rubrik „Gut zu Wissen“.

 Montag, 26.10.2019, 18:15 Uhr

„7 Tage in der Tierklinik“

SWR-Reporterin Elisa Luzius hatte diesen Kindheitstraum: Tierärztin. Doch ohne Abitur blieb ihr der Berufsweg nach der Schule verwehrt. Jetzt, mehr als 15 Jahre später, bekam sie eine zweite Chance. Sieben Tage hat Elisa Luzius in der Tierklinik in Pirmasens mitgearbeitet und herausgefunden, ob der Traumberuf auch wirklich ein Traum gewesen wäre.

Dienstag, 25. August 2020, 18.15 Uhr

Natürlich!“

Das Natur-und Umweltmagazin für Rheinland-Pfalz. Ein Hauptthema der Sendung wird In Erlenbach bei Dahn spielen. Familie Eichberger hat Wasserbüffel in die Pfalz geholt –als Landschaftspfleger, die eingeschleppte Pflanzen fressen. Pflanzen, die den heimischen Arten Platz und Licht rauben. Neben den Wasserbüffeln leben auch Glanrinder und Schafe auf dem Hof – Schwarzkopfschafe für die Fleischerzeugung und Ostfriesische Milchschafe für die Käse-und Joghurtherstellung.

Mittwoch, 28. Oktober 2020, 18.15 Uhr

„Made in Südwest: Nur gemeinsam wird ein Stiefel draus –Die Schuhmanufaktur Kennel & Schmenger in Pirmasens“

Seit mehr als einem Jahrhundert fertigt die Schuhmanufaktur Kennel & Schmenger in Pirmasens edle und hochwertige Schuhe. Mit Leidenschaft kreiert Unternehmenschef Andreas Klautzsch hunderte Modelle in jeder Saison – jeder Schuh geht durch seine Hand, vom ersten Entwurf auf dem Papier bis zum Schnürsenkel.

Mit Hilfe seiner langgedienten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen so Ballerinas, Sneakers und Stiefel aus feinstem italienischen Leder. In unzähligen Arbeitsschritten – alles per Hand oder mit Nähmaschinen, die schon etliche Jahre auf dem Buckel haben. Nahezu alle Fachkräfte halten der Firma schon viele Jahrzehnte die Treue. Wie Andreas Klautzsch das macht? Unaufgeregt, fleißig und mit täglicher Begeisterung für das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit: „Schuhe sind ein emotionales Produkt, kein Bedarfsgegenstand. In Bruchteilen von Sekunden muss die Kundin sich entscheiden. Das ist unsere tägliche Herausforderung.“

„Made in Südwest“ hat die Firma bei der Entstehung eines Stiefelmodells für die aktuelle Herbstkollektion begleitet – von den ersten Ideen in Pirmasens bis zur Präsentation auf der Schuh-Messe in Paris. Und das in Zeiten von Corona. Wie hat Kennel & Schmenger die Krise bisher gemeistert? Sorgt sie vielleicht sogar für eine Rückbesinnung auf Qualität „made in Germany“, für die das Pirmasenser Unternehmen ja steht?

Donnerstag, 29.10.2020, 18:15 Uhr

„Die Rezeptsucherin zuhause“ – Online-Kochen mit Susanne Nett zum Thema Apfel

Susanne Nett ist wieder auf Rezeptsuche. Direkt aus ihrer heimischen Küche in Haßloch sucht sie via Internet Rezepte zum Thema „Apfel“ und kocht per Videokonferenz mit alten Bekannten: In der Südwestpfalz in Eppenbrunn bei Primasens steht das Ehepaar Pertsch am Herd, mit „Grumbieresupp mit Appelrädle“. 2018 haben die beiden mit Susanne Nett „Hoorische“ gekocht. In Landau bereitet Ute Sauter einen „Apfel-Plotzer“ zu. 2016 rettete sie die Rezeptsucherin mit Bärlauchrezepten. Und in Forst an der Weinstraße kocht Profikoch Philipp Arens. Er wird einen „Rehrücken im Semmelknödelmantel mit Apfelchutney und Steinpilzen“ zubereiten. Und Susanne Nett macht einen „Pfälzer Apfel Pie mit Vanilleeis“.

Freitag, 30.10.2020, 18:15 Uhr

„Fahr mal hin: Tief im Wald – Das Gräfensteiner Land“

Das Gräfensteiner Land nahe Pirmasens wuchert vor allem mit einem Pfund: seiner Natur. Hier im Südwesten des Pfälzer Waldes gibt es Wälder so weit das Auge reicht, bizarre Buntsandsteinfelsen, schillernde Bäche und Seen und mittelalterliche Burgruinen. Die filmische Reise ins Gräfensteiner Land beginnt hinter Rodalben. Hier, mitten im Wald, hat Bildhauer Stephan Müller sein grünes Atelier. Hier findet er das Material für seine ausdruckstarken Skulpturen.

Das Gräfensteiner Land entdeckt man am besten zu Fuß. Und zu einer Wanderung gehört auch die Einkehr in einer Hütte des Pfälzer Waldvereins. Zum Beispiel im Hilschberghaus, oberhalb von Rodalben direkt am Felsenwanderweg gelegen, gibt es deftige Pfälzer Mahlzeiten und sogar Übernachtungsmöglichkeiten.

Wandern ist nur eine Möglichkeit, die Landschaft zu entdecken. Mountainbiken die andere. „Fahr mal hin“ begleitet Familie Stark auf einer sportlichen Rundtour: Von Rodalben fahren sie entlang des Felsenwanderwegs zum Winschertkopf. Ein freistehender Felsenturm mit einer Stahltreppe zum Gipfel und einem herrlichen Ausblick über das Gräfensteiner Land. Dann geht es über das Merzalbener Schloss zum denkmalgeschützten Wieslauterhof – ein verwunschener Ort, mitten in der Kernzone des Pfälzer Biosphärenreservats. Weiter entlang der Rodalb und zurück wieder über den Felsenwanderweg in die Bärenhöhle. Sie ist die größte natürliche Sandsteinhöhle der Pfalz und ein einzigartiges Naturdenkmal.

Raus aus dem Wald, hin zu einer Ortschaft ganz im Westen des Gräfensteiner Landes: Münchweiler an der Rodalb. Früh morgens an der Hauptstraße duftet es hier nach frischem Brot. Seit 60 Jahren backt dort Brigitta List. Die Bäckerei der alten Dame ist eine Institution im kleinen Ort, der früher einmal mehr als zehn Schuhfabriken beherbergte. Die Geschichte des Strukturwandels im Gräfensteiner Land und der Tradition der „Schlappeflicker“ erzählt die Schuhstepperin Gabi Weis.

Die Kraft des Waldes beeinflusst auch Ayse Moller. Im Wald oberhalb von Rodalben hat sie sich einen alternativen Lebenstraum verwirklicht: ein Haus mit viel Grund und Boden, das offen für Besucher und Gäste ist. Wanderer können hier die vegetarische Küche und selbst gebackenes Brot genießen. Zur Übernachtung gibt es Baumzelte und einen kleinen Campingplatz.

Den Wald als Kulturlandschaft zu nutzen, darauf versteht sich Familie Weber. In der sechsten Generation bewirtschaften sie ein Tal unterhalb der Ortschaft Clausen. Streuobstwiesen und eine Herde Damwild mit 120 Tieren leben hier auf 12 Hektar Wald und Wiesen. Wer auf dem Felsenwanderweg an Clausen vorbei läuft und sich ruhig verhält, kann sie beobachten.

Freitag, 30. Oktober 2020, 20.15 – 21.00 Uhr

„Expedition in die Heimat -Im Land der roten Felsen“

Sie sind geheimnisvoll, bizarr und uralt. Den Gesetzen der Physik scheinen sie zu trotzen. Die Fantasie der Menschen beflügeln sie auf seltsame Weise. Und sie beherrschen die Landschaft der Südwestpfalz wie steinerne Riesen, um die sich etliche Sagen ranken: Die roten Buntsandsteinfelsen, die vom Dahner Felsenland bis Pirmasens aus dem Pfälzerwald ragen.

Steffen König erforscht dieses Paradies der Fotografen und Poeten, der Wanderer und Kletterer. Auf seiner Expedition durch das Land der roten Felsen trifft er Menschen, die hier geboren sind und noch immer im Bann der mächtigen Felsenburgen stehen. Er spürt dem Zauber dieser brüchigen Felskolosse nach, durchstreift den Felsenwald, erfährt, wie Waldbaden geht und was es mit dem Fastenwandern auf sich hat, erforscht mächtige Gebilde wie den Drachenfelsen und den Teufelstisch, den Heidenpfeiler und den Altschlossfelsen, den Rötzenstein und die Adelsnadel. Und er erzählt die Geschichten, die sich hinter diesen merkwürdigen Namen und den versteinerten Felsgesichtern verbergen. Manche gehören dem Reich der Legenden an, andere haben sich wirklich ereignet.

Samstag, 31. Oktober 2020, 18.15 Uhr

„Mensch Heimat – Wir aus Zweibrücken“

Rosen und Rösser – dafür steht Zweibrücken. Dort befindet sich der Sitz des Landgestüts von Rheinland-Pfalz und die Heimat des drittgrößten Rosengartens in Deutschland. Die Sendung „Mensch Heimat“ begleitet drei Menschen aus Zweibrücken in ihrem Alltag: Leona Kaufmann, Leiterin des DRK-Quartiertreff in Zweibrücken-Ixheim, hat sich nicht nur in ihren Mann verliebt, sondern auch in die Zweibrücker selbst. 60 bis 70 von ihnen betreut die gelernte Pflegefachkraft und Bürokauffrau dort pro Woche. Leona kennt die Leute und ihre Geschichten. Barbara Köhler steht für den Reitsport, eine Leidenschaft der Zweibrückerinnen und Zweibrücker. Die erfolgreiche Voltigiererin hat schon im Alter von vier Jahren mit dem Reiten begonnen. Außerdem betreut sie als Physiotherapeutin noch die 1. Damen Handball Mannschaft des SV64 Zweibrücken. Heiko Hübscher ist der Herr der Rosen in Zweibrücken. Als gärtnerischer Leiter ist er dafür verantwortlich, dass der Zweibrücker Rosengarten zum ersten biobetriebenen Rosengarten Europas wurde.

In der Reihe „Mensch Heimat“ lernen die Zuschauerinnen und Zuschauer eine „Heimat” aus drei verschiedenen Blickwinkeln kennen. Drei Liebeserklärungen an einen Ort. Drei Menschen mit ihrer ganz persönlichen Geschichte.

Samstag, 31. Oktober 2020, 18.45 Uhr

„Stadt Land Quiz – Wer bekommt mehr himmlischen Beistand, Hornbach oder Maulbronn?“

SWR-Moderator Jens Hübschen ist unterwegs auf göttlicher Mission. Rund um die Klosteranlagen in Hornbach und Maulbronn sucht er nach klugen Mitspielern, die seine Fragen zum Thema „Gott und die Welt“ beantworten können. Wer kennt sich aus mit den Geheimnissen der Klostermedizin? Welche Kutten tragen die Franziskaner und gibt es wirklich rockende Mönche und studierende Nonnen? Gott weiß, wer am Ende dieses Duell für sich entscheiden kann…

Sonntag, 1.11.2020, 18:45 Uhr

„Bekannt im Land – Die Daniel-Theyson-Stiftung in Ludwigswinkel“

"Bescheidenheit ist eine Zier" – das haben sich die Stiftungsgründer der Daniel Theysohn-Stiftung von jeher auf die Fahnen geschrieben. Still und leise hatte das Gründerpaar Ruth und Daniel Theysohn vor 50 Jahren verfügt, dass vor allem Jugendliche und junge Erwachsene in den Genuss einer Ausbildungsförderung kommen sollen – Jugendliche, die rund um die Dörfer Ludwigswinkel und Fischbach in bescheidenen Verhältnissen aufwachsen. Die Theysohns hatten erst eine Schuhfabrik und gründeten dann die bekannte Kunststofffirma Tehalit, heute gehört sie zum Hager-Konzern. Kinderlos überführten sie das Vermögen aus dem Verkauf in die Theysohn-Stiftung.

Aus einer stattlichen Summe ist durch kluge Finanzierung mittlerweile ein riesiges Vermögen geworden – ein Fördertopf, aus dem jedes Jahr auch Projekte aus den Bereichen Naturschutz, Denkmalschutz und Tierschutz bedacht werden. Wer sind die stillen Förderer von einst und wer trägt das Erbe des Fabrikantenehepaars Theysohn heute weiter? „Bekannt im Land“ hat sich auf die Suche nach Förderern und Geförderten gemacht. Wir erzählen auch, wie stark die Südwestpfalz von der Schuhindustrie und ihrem Sterben geprägt ist und wie schon die Theysohns nach dem zweiten Weltkrieg daraus visionäre Ideen für die Region entwickelt haben.

„Bekannt im Land“ begleitet Stiftungsdirektor Gerhard Andreas zu den Renovierungsarbeiten auf der Burg Drachenfels bei Busenberg und in den Pfälzer Wald zu den sogenannten „Mardellen“, von der Trockenheit bedrohte Wasserlöcher, die Insekten und Tiere nutzen. Eine junge Frau will Landärztin werden, sie wird von der Theyson-Stiftung finanziell gefördert und jobbt neben dem Studium in der ehemaligen Tehalit-Kunststofffabrik am Band. Wenn sie mit ihrem Medizinstudium fertig ist, möchte sie in die Heimat zurückkehren und so der strukturschwachen Region etwas zurückzugeben.

Ein weiterer Protagonist ist der Leiter des Fachbereichs Schuh- und Ledertechnik an der Hochschule Pirmasens. Er hat von der Pike auf Schuhmacher gelernt in der ehemaligen väterlichen Fabrik. Sein langer Weg nach oben war steinig – er hat damals auch neben der Ausbildung und seinem Studium noch Leder auf die Dörfer zu den Heimarbeiterinnen gefahren. Jetzt ist er Bürgermeister und Dozent.

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SWR Fernsehen