Folge 1040

Mit der Iseobahn durch die Lombardei

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AUTOR/IN
Alexander Schweitzer
Alexander Schweitzer (Foto: SWR, SWR - Wolfgang Drichelt)

Für viele immer noch ein Geheimtipp – die Iseobahn. Ihren Ausgangspunkt hat sie in Brescia, der zweitgrößten Stadt der Lombardei.

Gut einhundert Kilometer geht es vorbei am Iseosees hinauf in die Berge nach Edolo am Fuße des Apricapasses. Zunächst fährt die Bahn durch die Franciacorta, einer berühmten Weingegend.

Ehemalige Lokomotive der Iseobahn. Inbetriebnahme 1907. Die Lok wurde von den Maschinenwerken Saronno gebaut und war bis 1961 in Betrieb.  (Foto: SWR, Alexander Schweitzer)
Ehemalige Lokomotive der Iseobahn. Inbetriebnahme 1907. Die Lok wurde von den Maschinenwerken Saronno gebaut und war bis 1961 in Betrieb. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
GTW von Stadler hier im Betriebswerk in Iseo. Im Vordergrund eine sogenannte Segment-Drehscheibe. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
668-121, der erste Triebwagen dieses Typs, der ab 1979 auf der Iseobahn fuhr. Er wird momentan im Betriebswerk in Iseo aufgearbeitet. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Ortsdurchfahrt in Vello. Eines der berühmtesten Motive an der Iseobahn. Der Zug fährt hier durch einen Tunnel, der direkt unter der Kirche verläuft. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Momentan ist wegen eines Felssturzes in Cedegolo Endstation der Iseobahn. Schienenersatzverkehr bringt die Fahrgäste bis nach Edolo – dem eigentlichen Endpunkt der Iseobahn. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Kurz hinter Cedegolo ist ein Stück Fels oberhalb des Tunneleingangs abgebrochen. Die Sicherungsarbeiten sind schon weit fortgeschritten. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Überall verläuft die Strecke durch kurze Natursteintunnel. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Capo di Ponte im Valcamonica. Vom Bahnhof aus gelangt man zu Fuß zu den berühmten Felsritzungen. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Bahnhof Iseo: der Regionalzug Brescia – Breno kurz vor der Abfahrt. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen

Bald darauf hält der Zug im Städtchen Iseo – dem Namensgeber des Sees. Bekannt wurde der Iseosee 2016 durch den Verpackungskünstler Christo, der hier seine „floating piers“, seine schwimmenden Stege hinüber zur Monte Isola installierte.

Weiter geht es entlang des Seeufers, durch Dörfer wie Vello mit einem der bekanntesten Bahnmotive – dem Tunnel unter der Kirche St. Eufemia. Nach Pisogne verlässt die Strecke den Iseosee, nun beginnt das Valcamonica, ein 70 Kilometer langes Tal. Es ist berühmt für seine prähistorischen Felsritzungen, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Momentaner Endpunkt ist Cedegolo – ein Felssturz verhindert die Weiterfahrt zum Endbahnhof der Iseobahn Edolo.

(ESD: 21.10.2022)

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