Folge 1015

An der Sandalgarve in Portugal – Blaue Züge, blaues Meer

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Mit dem Zug durchqueren wir den Osten der Algarve. Von Vila Real de Santo António an der spanischen Grenze geht es in die Provinzhauptstadt Faro. Auf halber Strecke machen wir einen Abstecher mit der ehemaligen Thunfisch-Transportbahn zum Strand Praia do Barril.

Der Osten der Algarve ist geprägt durch Sonne, Sand und Salz. Die Einheimischen nutzen, was sie haben. Castro Marim ist bekannt für vorzügliches Meersalz und Santa Luzia für köstliche Kraken. Herzmuscheln gedeihen in der Laguna Formosa, einem 60 km langen Naturpark an der Sandküste zwischen Vila Real de Santo António und Faro.

Blau wie das Meer sind die Züge an der Algarve. Dieseltriebwagen der CP-Baureihe 0450 fahren an der Südküste von Portugal.  (Foto: SWR, Kirsten Ruppel)
Blau wie das Meer sind die Züge an der Algarve. Dieseltriebwagen der CP-Baureihe 0450 fahren an der Südküste von Portugal. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Die ein oder andere Beule mit Lackschaden haben die 60 Jahre alten Züge allerdings. Bald wird die Strecke elektrifiziert, und es sind neue Triebwagen bestellt. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Vor der Abfahrt im Bahnhof von Vila Real de Santo António an der Grenze zu Spanien. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Wir sind früh aufgestanden, um den Sonnenaufgang über Spanien zu erleben. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
In Vila Real de Santo António sieht man ihn am besten vom Leuchtturm aus. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Am Grenzfluss Guadiana zeugen Schienenreste von ausgiebiger Rangierarbeit. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Am Hafen, wo früher Kräne Waren von Frachtschiffen auf Züge oder auch umgekehrt verladen haben, legt heute nur noch eine kleine Personenfähre an. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
An der Mole filmen wir einen Musiker, der das Akkordeon, das traditionelle Instrument der Algarve, beherrscht. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Das Meerwasser drückt sich über den Grenzfluss weit ins Hinterland rein. Links und rechts der Schienen staut es sich hier. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Sonne und Wind helfen an der Algarve, bestes Meersalz zu gewinnen. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Begrüßung vor dem Bahnhof von Tavira: Corona ist bei den Dreharbeiten im Juli 2020 allgegenwärtig. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Ein typischer portugiesischer Bahnhof mit lauter schmückenden Verzierungen. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Der Zug im Bahnhof von Tavira Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Nachdem der Zug weg ist und wir den Bahnhof allein für uns haben, schauen wir uns gemeinsam mit einem Architektur-Fotografen die Details am Gebäude an. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Es lohnt sich, genau hinzuschauen. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Sogar das fein gekachelte Toilettenhäuschen filmen wir am Bahnhof in Tavira. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Relikte der Bahngeschichte, dekorativ zur Schau gestellt. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Über den Dächern von Santa Luzia: der Blick schweift über die Lagune zum Meer. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Mit Kamera beim Waschen der Kraken für ein Restaurant in Santa Luzia Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Ankerfriedhof am Strand Praia do Barril: Er erinnert an die Zeit, als an der Algarve in großem Umfang Thunfisch gefangen wurde. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Die ehemalige Thunfisch-Transportbahn ist heute eine Touristenattraktion. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Hinter der Dampflok-Verkleidung verbergen sich die Reste von Dieselloks aus dem Bergbau im Alentejo. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Auch die GoPro soll vorne mitfahren, um die historisch bedeutsamen Gleise ins Bild zu bekommen. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Gemütlich geht es dann auf den alten Gleisen der Thunfisch-Transportbahn zum Strand. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Interview mit der Lokführerin: Sie erzählt, was sie noch von ihrem Großvater über die Thunfischzeit weiß. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Der letzte Drehtag in der Provinzhauptstadt Faro Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Blick von der Kathedrale auf Hafen und Zug in der Ferne. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Vom Glockenturm aus verschaffen wir uns einen Überblick. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Schienen zwischen Blumen und Meerwasser – so was gibt es an der Algarve nur bei der Einfahrt in Faro. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Der Zug fährt ganz dicht an der Lagune entlang. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Freier Kamerablick aus dem Zug auf das Wasser. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen
Sonnenuntergang an den Schienen am Hafen – unser Abschied von Faro und der Algarve. Kirsten Ruppel Bild in Detailansicht öffnen

Längst werden die Produkte der Region nicht mehr mit dem Zug abtransportiert. Güterverkehr ist Geschichte. Personenverkehr ermöglicht dagegen neunmal am Tag ein Regionalzug. Er hält an schmucken Bahnhöfen, die aus einer Zeit stammen, in der es für die Eisenbahn in der südöstlichsten Ecke Portugals große Pläne gab und sie vor allem auch als Verbindung nach Spanien eine wichtige Rolle spielte.

Eine gute Portion Nostalgie begleitet uns im Sommer 2020 bei der gemächlichen Fahrt auf der eingleisigen Strecke. Noch verkehren in der Algarve 60 Jahre alte blau-silberne Dieseltriebwagen, die andernorts längst ausrangiert worden sind. In absehbarer Zeit soll die Strecke elektrifiziert werden, und dann wird die portugiesische Eisenbahngesellschaft Comboios de Portugal natürlich auch die Züge austauschen.

(ESD: 01.10.2021)

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