Folge 565

75 Jahre Glacier Express

STAND
EIN FILM VON
Alexander Schweitzer

Von Gletscher zu Gletscher mit dem "langsamsten Schnellzug der Welt": eine Reise durch die 75-jährige Geschichte des berühmtesten Schweizer Gebirgszuges mit Sommer- und Winterbildern.

Mit dem berühmten Schweizer Gebirgszug durch Sommer und Winter von St. Moritz nach Zermatt oder umgekehrt, vom Matterhorn zum Piz Bernina, also von Gletscher zu Gletscher – eine Reise mit dem Glacier Express.

Knapp acht Stunden, über 291 Brücken, durch 91 Tunnels und auf den 2033 Meter hohen Oberalppass – nur einige Superlative dieser 290 Kilometer langen Eisenbahnfahrt.

Impressionen der Strecke von Andermatt nach Reichenau-Tamins (Foto: SWR)
Jubiläumslok Fideris im Bahnhof Chur, dem Zentrum des Kantons Graubünden. Bild in Detailansicht öffnen
Jubiläumslok Fideris. Sie bietet den größten Luxus in unserer schnellen Zeit - "Langsamkeit". Bild in Detailansicht öffnen
Der Speisewagen Stiva Retica ist ein besonderes Schmuckstück der Rhätischen Bahn. Bild in Detailansicht öffnen
Speisewagen Stiva Retica - innen: Er ist rustikal eingerichtet und rundum mit hellem Holz vertäfelt. Er lädt allein schon durch sein Ambiente zum Verweilen ein. Bild in Detailansicht öffnen
Der älteste Wagen der Rhätischen Bahn ist der nostalgische Pullmanwagen. Er hat an den Wänden Holz-Intarsien und bequeme Ohrensessel. Bild in Detailansicht öffnen
Das ist der modernste Panoramawagen der Rhätischen Bahn, der Pano 2005. Er wurde am 3. September 2005 in Andermatt der Öffentlichkeit vorgestellt. Bild in Detailansicht öffnen
Wir nutzen diese Gelegenheit, die Strecke Andermatt bis Reichenau-Tamis in Bildern zu präsentieren. Andermatt, 1436 Meter über dem Meer, liegt im Urserental im Kanton Uri. Die Grenze zu Graubünden verläuft am Oberalppass. Bild in Detailansicht öffnen
Die Zahnrad-E-Lok der Matterhorn Gotthard Bahn bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Andermatt in Richtung Oberalppass. Bild in Detailansicht öffnen
Anstieg zum Oberalppass: Die Straße und Bahntrasse schlängelt sich in mehreren Kehren hinauf. Bild in Detailansicht öffnen
Der Blick zurück, hinunter ins Urserental und auf Andermatt, ist traumhaft. Bild in Detailansicht öffnen
Ausfahrt aus einem der unzähligen Tunnel auf der Strecke. Bild in Detailansicht öffnen
Blick auf den Dammastock-Gletscher, 3630 Meter hoch. Bild in Detailansicht öffnen
Die Station Nätschen liegt 1843 Meter über dem Meer. Während unten im Tal längst alles im Schatten liegt, genießt man am Aussichtspunkt Nätschen noch die letzten Sonnenstahlen. Bild in Detailansicht öffnen
Der Gemsstock-Gletscher, 2961 Meter hoch, ist leider etwas diesig. Bild in Detailansicht öffnen
Die Bahntrasse ist hier vor Lawinen und Steinschlag gut geschützt. Am Eingang ist das Wappen von Uri gut zu erkennen. Bild in Detailansicht öffnen
In gemächlicher Fahrt geht es am Oberalpsee vorbei. Zu beiden Seiten ragen Felsengipfel auf, Grasmatten bedecken die Hänge. Eine karge Landschaft, von der ein ganz besonderer Reiz ausgeht. Bild in Detailansicht öffnen
Einfahrt in die Station Oberalppass. In etwa 1,5 Stunden kann man auf einem leichten Weg ostwärts zum Toma-See hinabwandern. Er gilt als Quelle des Vorderrheins. Bild in Detailansicht öffnen
Erneut drosselt die Lok ihr Tempo, um mit ihren Zahnrädern in der Zahnstange eingeklingt langsam den Pass herunterzuklettern. In der kahlen Landschaft weiden Schafe. Bild in Detailansicht öffnen
Diese von Roman Abt gestaltete Steighilfe beruht auf dem Prinzip einer zweilamelligen Zahnstange mit 120-mm-Teilung. Die Gestänge sind um einen halben Zahn gegeneinander versetzt. Auch das Antriebszahnrad der Lok ist zweigeteilt und kann daher wesentlich größere Kräfte übertragen als bei einer einfachen Lamellen-Zahnstange. Federnd gelagerte Zahnstangen-Platten und verschiebbare Zahnstangen-Module sorgen für einen sehr schonenden Ein- und Auslauf an den Nahtstellen. Bild in Detailansicht öffnen
Bergspitzen hinter Rueras. Hier kann der Zug wieder ohne Zahnstangen fahren. Bild in Detailansicht öffnen
Blick auf den Piz Medel, 3211 Meter hoch, mit Gletscher. Bild in Detailansicht öffnen
Im Bahnhof Disentis, 1130 Meter über dem Meer, ist ein etwa zehn- bis fünfzehn-minütiger Betriebshalt nötig, da die Lokomotive gewechselt werden muss. Die "Bergsteigerin" der MGB macht Platz für die RhB-Lok. Bild in Detailansicht öffnen
Ausfahrt des Gegenzuges. Gleich hinter der Station hakt sich die Lok mit einem deutlich hörbaren "Klong" in die Zahnstange ein. Bild in Detailansicht öffnen
Rückblick auf das Benediktinerkloster Disentis. Bild in Detailansicht öffnen
Trun, 852 Meter über dem Meer, ist ein Ort mit Geschichte. Hier befindet sich der "Bündner Rütli", eine Wiese mit einem Ahornbaum, auf der sich 1424 der "Graue Bund" zum Kampf gegen die adeligen Unterdrücker zusammengeschlossen hat. Bild in Detailansicht öffnen
Läutewerk in Ilanz, 698 Meter über dem Meer. Bild in Detailansicht öffnen
Wir durchfahren jetzt die Vorderrheinschlucht, den "Grand Canyon" der Schweiz, rätoromanisch "Rinaulta" genannt. Bild in Detailansicht öffnen
Rheinschlucht mit Kanufahrern: Helles Gestein in bizarren Formen säumt das Flußbett und die Bahnstrecke. Wildwasser- und Raftingfreunde kommen hier ins Schwärmen. Bild in Detailansicht öffnen
Dieses faszinierende Naturdenkmal kann auch auf gut markierten Wegen in ca. 1,5 Stunden flußaufwärts erwandert werden. Immer wieder mit herrlichen Ausblicken auf die Felsen, den Fluss und die Bahn. Bild in Detailansicht öffnen
In Reichenau-Tamins fließen die beiden Quellflüsse des Rheins, der Vorder- und der Hinterrhein, zusammen. Bild in Detailansicht öffnen

Eine Panoramafahrt durch die Hochalpen im Herzen der Schweiz verbunden mit der Geschichte dieses Luxuszuges.

(ESD: 12.06.2005)

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