Die Hauptstraße in Krähenberg

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Ein Film von Bernd Schwab

Krähenberg liegt in der Südwestpfalz, etwa 15 Kilometer nordöstlich von Zweibrücken. Rund 180 Menschen leben in der Gemeinde auf der Sickinger Höhe.

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Eine Kirche gibt es nicht im Dorf, aber einen Glockenturm, der verlässlich um 11 und um 18 Uhr läutet. Das Geläut erinnerte die Bauern früher daran, zur Mittagszeit bzw. am Abend vom Feld nach Hause zu kommen. Heute gibt es nur noch einen Landwirt im Ort. Aus Bauernhöfen sind Wohnhäuser für junge Familien geworden.

Hierzuland Krähenberg Kinder auf der Mauer (Foto: SWR)
Der Dorfnachwuchs hat den sogenannten Altglas-Express ins Leben gerufen. Einmal im Monat ziehen die Kinder mit ihren Bollerwagen durch Krähenberg und sammeln Altglas ein. Bild in Detailansicht öffnen
In diesem Betrieb werden ausschließlich Porsche-Traktoren, sogenannte "Rotnasen", restauriert. Der Inhaber hat seinen Betrieb durchaus treffend "Rotnasenland" genannt. Bild in Detailansicht öffnen
Der Reiterhof von Eva Saalfrank zieht Mädchen magisch an. Hier dürfen sie Pferde pflegen und auch reiten, ganz umsonst. Bild in Detailansicht öffnen

Weithin bekannt wurde der Ort durch ein Naturereignis, das sich in den Abendstunden des 5. Mai 1869 zutrug. Damals schlug ein 16 Kilogramm schwerer Meteorit auf einem Acker von Krähenberg ein. Der Knall war so gewaltig, dass er angeblich noch im 100 Kilometer entfernten Ludwigshafen zu hören war.

Eine Replik des Meteoriten liegt im Krähenberger Dorfgemeinschaftshaus, das Original lagert im Pfalzmuseum für Naturkunde in Bad Dürkheim. Die Krähenberger pflegen dieses kosmische Ereignis. So haben sie einen Meteoritenwanderweg ins Leben gerufen, im Ort finden sich verschiedene Hinweistafeln, ja sogar im Dorfwappen hat der Meteorit einen Platz gefunden.

Hierzuland Krähenberg Karte (Foto: SWR)
Karte Krähenberg
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