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AUTOR/IN
Susanne Mayer-Hagmann (Foto: SWR, SWR - Wolfgang Drichelt)

Der Chihuahua al Pacifico, kurz genannt Chepe, hält sich genau an den Fahrplan.

Jeden Morgen um sechs Uhr setzt sich der Zug, in Bewegung, gezogen von riesigen Diesellok.

Er verbindet die Pazifikküste Mexikos mit der Stadt Chihuahua im Nordwesten des Landes. Dabei klettert der Zug von der Höhe des Meeresspiegels auf 2400 m Höhe hinauf in die Berge der Sierra Madre, fährt über 39 Brücken, durch 86 Tunnel und schraubt sich auf Serpentinen und Schleifen in eine unvergleichliche Landschaft hinein.

Mit dem Zug durch Mexiko (Foto: SWR)
Das Dach der Sierra Madre ist eine schroffe, zerklüftete Landschaft. In ihre Täler und Schluchten sind einst die Raramurí, eine ethnische Gruppe hier im Südwesten des Staates Chihuahua, vor den spanischen Eroberern geflüchtet, die sie zur Arbeit in den Silberminen der Region zwingen wollten. Der indianische Name „Raramurí“ wurde von den Spaniern in „Tarahumara“ verändert. Und so wird das Gebiet auch Sierra Tarahumara genannt. Bild in Detailansicht öffnen
Im gebirgigen Norden liegen die Bundesstaaten Sinaloa und Chihuahua. Hier ist eine Attraktion zuhause, die die ganze Republik mit Stolz erfüllt: der einzige Personenzug in Mexiko, genannt Chepe. Bild in Detailansicht öffnen
Auf einem großen Teil der Strecke fahren regelmäßig Personenzüge über die wilde unwegsame Sierra Madre – die Route des Chepe gilt als eine der spektakulärsten Bahnreisen der Welt. Bild in Detailansicht öffnen
Geplant war die Linie für einen lukrativen Güterverkehr zwischen Texas/USA und der Pazifikküste Mexikos. Als sie nach mehr als 60 Jahren endlich fertiggebaut war, gab es längst schnellere Wege für die Fracht. Bild in Detailansicht öffnen
1995 wurde Mexikos Eisenbahn privatisiert. Größte Betreiberfirma ist die Ferromex, Abkürzung für Ferrocarril Mexicano. Sie fährt im Norden des Landes. Bild in Detailansicht öffnen
Chepe ist die Abkürzung für Chihuahua al Pacifico, eine Eisenbahnlinie, mit deren Bau man 1897 begann. Bild in Detailansicht öffnen
El Chepe mit Zugbegleiter. 650 km wird der Chepe zurücklegen, von Los Mochis in Sinaloa bis Chihuahua in Chihuahua, eine 16-Stunden-Fahrt. Bild in Detailansicht öffnen
Die Estados Unidos Mexicanos, die Vereinigten Mexikanischen Staaten, sind ein Land mit vielen Gesichtern. Bild in Detailansicht öffnen
Mexikos Bahnlinien wurden nach dem Alphabet benannt. Von A bis Z ist alles vorhanden, nur sind einige Strecken längst abgebaut. Bild in Detailansicht öffnen
Es gibt derzeit keine sichere, bequemere und günstigere Art, über die raue Sierra Madre zu reisen .... und auch keine schönere. Bild in Detailansicht öffnen

Die Fahrt entlang der Barranca del Cobre, der Kupferschlucht, ist ein unvergessliches Erlebnis. Vor den Bahnpassagieren öffnet sich das größte Canyon-System der Welt mit Schluchten tiefer als der Grand Canyon in Arizona.

(ESD: 14.08.2011)

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Susanne Mayer-Hagmann (Foto: SWR, SWR - Wolfgang Drichelt)