Mit dem Zug durch Mexiko

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Mit dem Zug durch Mexiko (Foto: SWR)
Das Dach der Sierra Madre ist eine schroffe, zerklüftete Landschaft. In ihre Täler und Schluchten sind einst die Raramurí, eine ethnische Gruppe hier im Südwesten des Staates Chihuahua, vor den spanischen Eroberern geflüchtet, die sie zur Arbeit in den Silberminen der Region zwingen wollten. Der indianische Name „Raramurí“ wurde von den Spaniern in „Tarahumara“ verändert. Und so wird das Gebiet auch Sierra Tarahumara genannt.
Im gebirgigen Norden liegen die Bundesstaaten Sinaloa und Chihuahua. Hier ist eine Attraktion zuhause, die die ganze Republik mit Stolz erfüllt: der einzige Personenzug in Mexiko, genannt Chepe.
Auf einem großen Teil der Strecke fahren regelmäßig Personenzüge über die wilde unwegsame Sierra Madre – die Route des Chepe gilt als eine der spektakulärsten Bahnreisen der Welt.
Geplant war die Linie für einen lukrativen Güterverkehr zwischen Texas/USA und der Pazifikküste Mexikos. Als sie nach mehr als 60 Jahren endlich fertiggebaut war, gab es längst schnellere Wege für die Fracht.
1995 wurde Mexikos Eisenbahn privatisiert. Größte Betreiberfirma ist die Ferromex, Abkürzung für Ferrocarril Mexicano. Sie fährt im Norden des Landes.
Chepe ist die Abkürzung für Chihuahua al Pacifico, eine Eisenbahnlinie, mit deren Bau man 1897 begann.
El Chepe mit Zugbegleiter. 650 km wird der Chepe zurücklegen, von Los Mochis in Sinaloa bis Chihuahua in Chihuahua, eine 16-Stunden-Fahrt.
Die Estados Unidos Mexicanos, die Vereinigten Mexikanischen Staaten, sind ein Land mit vielen Gesichtern.
Mexikos Bahnlinien wurden nach dem Alphabet benannt. Von A bis Z ist alles vorhanden, nur sind einige Strecken längst abgebaut.
Es gibt derzeit keine sichere, bequemere und günstigere Art, über die raue Sierra Madre zu reisen .... und auch keine schönere.
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SWR Fernsehen