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Die Liebe, die Familie, der Beruf – es gibt viele Dinge, von denen wir glauben, dass sie ganz untrennbar mit uns verbunden sind und unsere Persönlichkeit ausmachen. Doch was, wenn die Liebe endet, der Traumberuf zum Alptraum wird oder die Familie uns enttäuscht? Dann heißt es: Loslassen! Doch das ist häufig einfacher gesagt als getan.

Die Gäste bei Michael Steinbrecher:

Sky du Mont

Sky du Mont (Foto: SWR)

17 Jahre lang war Sky du Mont mit Mirja verheiratet, doch schon früh war dem Schauspieler bewusst, dass der Altersunterschied von 29 Jahren irgendwann zum Thema werden würde: „Wenn ich merke, dass es nicht mehr geht, weil ich ein alter Mann geworden bin, dann gehe ich, dann entziehe ich mich“, war er überzeugt. Als es schließlich jedoch seine Frau war, die ihm sagte, dass sie nicht mehr glücklich mit ihm sei, akzeptierte er die Trennung kampf- und klaglos – und litt jahrelang in aller Stille.
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Janine Kunze

Janine Kunze (Foto: SWR)

Schon als Kind musste Janine Kunze lernen, was Loslassen heißt. Die Schauspielerin und Moderatorin wuchs als Pflegekind auf, doch ihre leibliche Mutter riss sie immer wieder aus ihrem vertrauten Umfeld. Umso wichtiger ist ihr heute ihre eigene Familie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern. Auch deshalb blickt sie mit gemischten Gefühlen darauf, dass ihre älteste Tochter bald ausziehen wird: „Ich freue mich sehr für Lili, aber natürlich kommen da auch die Sorgen auf.“
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Margot Schmitt

Margot Schmitt (Foto: SWR)

Margot Schmitt ist 83 Jahre alt – und ihr Ruhestand noch lange nicht in Sicht. Vor 45 Jahren erfand die Friseurmeisterin eine Lockenbürste, die zum Verkaufsschlager wurde. Dank ihr wurde die Unternehmerin zur Millionärin. Und kann und will noch immer nicht von ihrer Arbeit lassen: „Der Ruhestand kommt mir nicht in den Sinn, weil ich noch voller Kraft, Saft, voller Ideen und voller Liebe zur Sache bin“, sagt sie. „Das Arbeiten gehört zu hundertfünfzig Prozent zu meiner Lebensqualität dazu.“
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Yves Eigenrauch

Yves Eigenrauch (Foto: SWR)

UEFA-Cup-Sieger und Fanliebling – als Fußballprofi lebte Yves Eigenrauch das, wovon viele Hobbykicker träumen. Doch Erfolg, Ruhm und Statussymbole bedeuteten ihm nichts, im Gegenteil: Sein Herz hing nie an der Sportkarriere, in die er viel mehr durch Zufall hineinstolperte als sie sich zu erkämpfen. „Ich habe mich immer offen gehalten für Neues, deshalb fiel mir das Loslassen leicht“, sagt Eigenrauch, der sich heute kaum noch für den Fußball begeistern kann.
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Sebastian Wächter

Sebastian Wächter (Foto: SWR)

Was passiert, wenn sich das eigene Leben mit einem Schlag radikal verändert? Wie geht man damit um? Sebastian Wächter musste nach einem Unfall von allem lassen, was ihn bis dahin auszumachen schien: als sportlichen, ehrgeizigen und lebenslustigen jungen Mann. Plötzlich war er querschnittsgelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen: „Der Prozess des Loslassens war ein langjähriger Prozess, in dem die Waage mehr und mehr in die gute Richtung gegangen ist“, sagt er heute.
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Dr. Bärbel Wardetzki

Bärbel Wardetzki (Foto: SWR)

Dr. Bärbel Wardetzki ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie kennt die menschliche Angst vor dem Neuen, von dem wir keine Vorstellung haben. Denn niemand weiß, wie es sein wird. Wardetzki weiß auch, dass Loslassen nicht auf Knopfdruck funktioniert: „Dabei müssen wir auch den Gefühlen freien Raum geben“, denn: „Loslassen hat viel mit Vertrauen in sich selbst zu tun – aber auch mit dem Vertrauen ins Leben.“
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Literatur zur Sendung:

Sky du Mont

Janine Kunze

Sebastian Wächter

Dr. Bärbel Wardezki

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