Strom, Kartoffeln, E-Autos, Gebrauchtwagen

Das wird 2025 billiger

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Von Autor/in Katharina Fortenbacher-Jahn

In den letzten Jahren ist so gut wie alles teurer geworden. Aber für 2025 gibt es Hoffnung: Neue Autos, Gebrauchtwagen, Energie und manche Lebensmittel werden wieder günstiger.

Sparen bei Strom und Gas

Strom und Gas werden für viele günstiger: Mehrere Grundversorger senken die Preise. Bei einer typischen Familie kann das beim Strom 150 bis 200 Euro im Jahr weniger ausmachen, beim Gas über 300 Euro, teils sogar mehr.

Das liegt vor allem daran, dass die Energieversorger selbst günstiger an Strom kommen, erklärt Energieexperte Lundquist Neubauer von Verivox: Die Unternehmen kaufen Strom und Gas an der Börse ein. Dort sind nach der Energiekrise die Preise wieder massiv gesunken. Lange Zeit kam das allerdings besonders in der Grundversorgung nicht bei den Kunden an. Das ändert sich jetzt, sagt Neubauer.

Noch mehr sparen kann man bei einem Wechsel des Stromanbieters. Laut dem Vergleichsportal Verivox ist für manche Haushalte eine Ersparnis von 600 bis 800 Euro drin. Aktuell wäre jetzt ein sehr guter Zeitpunkt, da Neukundentarife günstig sind, so Neubauer: "Wir hatten im letzten Jahr wirklich ein Rekord-Sparpotential und wir starten im neuen Jahr auch noch mit deutlichen Einsparpotentialen durch einen Anbieterwechsel."

Entlastung beim Kochen: Kartoffeln, Zwiebeln, Butter werden günstiger

Ein Preisvergleich lohnt sich auch bei Lebensmitteln. Bis zu 40 Prozent kann man sparen, wenn man Angebote kauft. Davon könnte es bald noch mehr geben, sagt der Handelsexperte Stephan Rüschen von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heilbronn. Schon derzeit mache der Handel sehr viele Aktionsangebote, weil die meisten Verbraucher aktuell eher zurückhaltend einkaufen. Wenn es dabei bleibt, werden sicherlich die Anbieter weiterhin im Wettbewerb untereinander versuchen, den Kunden mit solchen Angeboten zu sich zu locken, so Rüschen.

Grundsätzlich erwartet der Handelsexperte allerdings, dass viele Preise weiter steigen. Bis auf einige Ausnahmen: Rüschen rechnet damit, dass Butter wieder etwas billiger wird. Olivenöl, Kartoffeln, Karotten und Zwiebeln sind es schon und das dürfte noch eine Weile so bleiben, erklärt eine Expertin der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft gegenüber dem SWR.

(Elektro-) Autos fallen im Preis

Die Preise werden sich auch bei Autos nach unten bewegen, meint Martin Endlein von der Deutschen Automobil Treuhand, DAT. Er glaubt, dass es 2025 für den Endverbraucher eine ganze Menge an attraktiven Möglichkeiten geben wird, um sich Mobilität auch leisten zu können. Vor allem bei E-Autos dürften die Preise sinken.

Ein Grund: Die Autohersteller müssen mehr Stromer verkaufen, wenn sie die strengeren CO2-Grenzwerte der EU einhalten und Strafzahlungen vermeiden wollen. Deshalb werden sehr viele neue E-Autos auf den Markt kommen. Diese Neuwagen müssen Käufer finden. Endlein vermutet, dass es gerade in diesem Bereich Preis-Nachlässe geben wird.

Aber auch, wer einen Verbrenner sucht, kann ein Schnäppchen machen: und zwar gebraucht. Viele Händler haben den Hof voller Autos, die sie täglich Geld kosten, also raus müssen: Wir haben ein großes Angebot, darunter sind auch sehr viele junge Fahrzeuge, die einfach attraktiv vom Preis her sind.

Der Autoexperte hat in den letzten Jahren stark steigende Gebrauchtwagenpreise beobachtet. Jetzt sei man an einem Punkt angelangt, wo er und seine Kollegen glauben, dass die Preise leicht fallen werden.

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Katharina Fortenbacher-Jahn
Katharina Fortenbacher-Jahn, SWR Aktuelle Wirtschaft
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Tamara Land
Tamara Land, SWR Wirtschaftsredaktion