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Ein Film von Nadine Bühler

Die rheinhessische Gemeinde Abenheim zählt rund 2700 Einwohner und gehört seit 1969 zur Stadt Worms. Der Ort liegt beschaulich im südlichen Wonnegau – neun Kilometer entfernt vom Zentrum der Nibelungenstadt. Abenheim geht auf eine fränkische Gründung zurück und wurde 774 erstmals urkundlich erwähnt. Über 70 Prozent der Abenheimer sind katholisch, weshalb die Gemeinde auch den Spitznamen "Klein-Rom" trägt.

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Die "Bohnesäck", wie die Abenheimer auch genannt werden, sind große Kräuterliebhaber und die Wonnegaustraße ist eine richtige Kräuteroase. Die Bürger haben in Eigeninitiative die Beete mit diversen Heilkräutern bepflanzt und so finden sich am Rande der Wonnegaustraße nicht nur reine Zierpflanzen, sondern auch Johanniskraut, Thymian, Salbei, Scharfgarbe, Wermut. Entlang der Wonnegaustraße wird wieder das Bewusstsein für die Wirkung und Nutzung dieser verschiedenen Kräuter geweckt: Eine Apothekerin beschäftigt sich seit ihres Studiums intensiv mit den heilenden Kräften der Natur und kann ihren Kunden genau erklären, welches Kraut gegen welche Beschwerden gewachsen ist.

Abenheim in Bildern

In einem Restaurant überrascht ein Koch seine Gäste regelmäßig mit innovativen Wildkräuter-Menüs. Ein Winzer verbindet Weingenuss mit einem spannenden Kräutererlebnis und hat eine alte Kegelbahn in einen idyllischen Kräutergarten mit über 1000 Heilpflanzen verwandelt. Alle drei zusammen organisierten bereits mehrere Male die sogenannte "Abenheimer Kräuterwoche" mit vielseitigen Veranstaltungen, kulinarischen Genüssen und Vorträgen – unter anderem über die berühmten Giftmischerinnen der Geschichte.

Karte von Abenheim (Foto: SWR, SWR -)
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