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Durch das Tragen der Maske in Corona-Zeiten steigt der Flüssigkeitsbedarf. Deshalb raten Ärzte, viel zu trinken, denn der Körper verlangt danach.

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Die Sommer rund um die Welt und auch Rheinland-Pfalz werden immer heißer. Die größte Menge an Wasser nehmen wir zwar durch die Nahrung auf, doch je heißer das Wetter wird, desto mehr müssen wir trinken. Vor allem beim häufigen Tragen von Masken.

Das Körpergewicht bestimmt die Trinkmenge

Je nach Bedarf muss unterschiedlich viel getrunken werden, abhängig von der Tätigkeit und auch beispielsweise dem Arbeitsplatz.

  • Die Faustregel ist 30 bis 40 Milliliter Wasser pro kg Körpergewicht am Tag.
  • Trinken auf Vorrat funktioniert nicht, denn der Darm kann nur etwa 500 bis 800 Milliliter Wasser pro Stunde aufnehmen, der Rest wird ausgeschieden.
  • In geschlossenen Räumen muss ebenfalls viel getrunken werden.
Dr. med. Marcel Schorrlepp, Internist aus Mainz-Gonsenheim (Foto: SWR)
Man sollte immer ein Glas Wasser am Schreibtisch stehen haben, weiß Dr. med. Marcel Schorrlepp aus Mainz-Gonsenheim.

"Der ältere Mensch braucht unter Umständen weniger Flüssigkeit. Mit einem Liter ist er schon gut bedient. Bei Hitze, wenn wir mehr schwitzen oder wenn wir mehr arbeiten, wenn wir raus gehen, brauchen wir viel mehr."

Dr. med. Marcel Schorrlepp, Internist, Mainz

Besonders Kinder vergessen das Trinken während dem Spielen. Und auch Senioren müssen erinnert werden, da im Alter das Durstgefühl nachlässt.

Warum trinken so wichtig ist

Wasser wird vom Körper auf verschiedene Art abgegeben, auch über Haut und Atem. So verliert der Mensch etwa 2,5 Liter Wasser am Tag. Daher ist es für den Körper wichtig, seine Wasserreserven aufrecht zu erhalten. Ein Durstgefühl ist bereits das Warnsignal des Körpers. Es sollte also regelmäßig getrunken werden. Dabei können Hilfsmittel wie Wecker oder bestimmte Apps sinnvoll sein.

Unser Blut besteht zu 90 Prozent aus Wasser. Fehlt es, wird unser Blut dick, das Herz muss schwerer arbeiten.Die Nieren brauchen Wasser zum Entgiften des Körpers. Rund 180 Liter Blut filtern sie täglich. Trinken wir zu wenig Wasser, schlägt auch das Gehirn Alarm, wir werden müde, können uns kaum noch konzentrieren. Kreislaufkollaps, Schwindel, Verwirrung können die Folgen sein.

Auf Zucker- und Alkoholhaltiges verzichten

Softdrinks sollten vermieden werden, da sie oft viel Zucker und Kalorien beinhalten und noch durstiger machen. Genauso Alkohol, da er dem Körper noch mehr Wasser entzieht und das Herz zusätzlich anstrengt. Alternativ können Saftschorlen im Eins-zu-Drei-Verhältnis getrunken werden. Leitungs- und Mineralwasser tun dem Körper gut. Grundsätzlich ist es unerheblich, welches Wasser getrunken wird. Obwohl in Mineralwasser mehr Minerale angereichert sind, nimmt der Körper normalerweise die meisten Mineralstoffe auf.

Wem die Lust auf Wasser vergeht, der kann durch das Zugeben von Zitrusfrüchten und Kräutern wie Minze oder auch Ingwer Wasser schnell und einfach aufpeppen.

Wassermelonen-Viertel wird angeschnitten. (Foto: SWR)
Wasser gibt es auch schnittfest, in Form von leckeren Melonen, zum Beispiel.

Südländische Länder machen uns außerdem vor, dass man am besten warme Getränke oder in Zimmertemperatur trinkt. Kalte Getränke müssen erst aufwendig auf Körpertemperatur erhitzt werden, dadurch schwitzen wir noch mehr.

Fazit

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