Der beste Humus für den Garten

So baut man eine Wurmkiste

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Sie schaffen ordentlich was weg in unserem Garten: Regenwürmer verarbeiten Organisches zu Humus. Im Garten ausgebracht lässt diese gehaltvolle Erde die Pflanzen ordentlich wachsen. Regenwurmhumus gilt als der beste Humus.

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Mithilfe einer Wurmkiste kann man den Humus ganz einfach selbst herstellen. Diese Kisten gibt es bereits fertig zusammengebaut im Handel zu kaufen, sowohl für drinnen als auch draußen.

Sie können aber auch selbst gebaut werden. Eine günstige Variante aus Holz kostet mit Inhalt etwa 100 Euro. Wer Zeit sparen will, kann sich im Baumarkt das Holz zuschneiden lassen.

Unser Beispiel ist auf den Bio-Abfall eines 2-Personen-Haushaltes ausgelegt.

Bauanleitung für eine Wurmkiste

Materialien:

  • Holzteile für eine Kiste mit den Maßen 40 cm x 60 cm x 45 cm (LxBxH)
  • Holzrahmen für die Aufteilung in zwei Kammern
  • Holzdeckel
  • Holzschrauben
  • Hasendraht
  • Tacker
  • Bohrer

Anleitung:

Wurmkiste (Foto: SWR)
Die zugeschnittenen Holzteile müssen für die Holzschrauben passend vorgebohrt werden.

Die zugeschnittenen Holzteile aus unbehandelter Fichte müssen für die Holzschrauben passend vorgebohrt werden. Dann die Holzteile zusammenschrauben. Die Leisten am Boden verhindern, dass die Kiste vom Boden her feucht wird. Henkel erleichtern den Transport. In unserem Beispiel wurden Seile verwendet. Als Trenngitter für die zwei Kammern der Wurmkiste den Holzrahmen mit Hasendraht festtackern, senkrecht in die Mitte der Kiste stellen und festschrauben.

Inhalt für die Wurmkiste:

In eine Kammer feuchte Papier- und Pappschnitzel auf den Boden legen. Das Papier sollte nicht bedruckt sein. Dann mit Komposterde, Graberde oder spezieller Wurmanzuchterde für Würmer bis auf eine Höhe von 15 bis 20 cm auffüllen. Die Erde sollte frei von Dünger sein.

Regenwürmer (Foto: SWR)
Auf die Erde werden die Kompostwürmer gegeben und dann mit einer Hanfmatte abgedeckt. Sie hält die Feuchtigkeit und dunkelt ab, denn Würmer mögen kein Licht.

In den ersten Wochen nur etwa 200 Gramm Bio-Abfall pro Woche einfüllen. Nicht zu viel, damit es nicht schimmelt und die Würmer sich auch nicht überfressen. Danach können die Portionen langsam erhöht werden. Mit der Zeit entwickeln Wurmkistenbesitzer ein Gefühl dafür, mit wie viel Nahrung die Würmer zurechtkommen.

Nach etwa acht Wochen ist der Wurmhumus fertig. Er sollte krümelig und trocken sein. Nun kann die zweite Kammer befüllt werden und die Würmer wandern hinüber. Wichtig: Würmer brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit, weshalb man diese ab und zu mit Wasser besprühen sollte.

Wurmhumus hat mehr Nährstoffe, Mineralien und Botenstoffe als anderer Dünger. Deshalb keimen und wachsen die Pflanzen schneller und prächtiger.

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