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Mit dem Zug durch Japans Süden

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Wo kommen die edelsten Laternen her, woher der edelste Grüne Tee? Aus Kyushu, der südlichen Hauptinsel Japans.

Unser Kameramann vor dem Limited Express Yufuin no Mori in Hakata Station (Foto: SWR, Harald Kirchner)
Unser Kameramann vor dem Limited Express Yufuin no Mori in Hakata Station Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Ein Shinkansen der JR Kyushu in Hakata/Fukuoka - eine Baureihe N700, allerdings in der hellblauen Lackierung der JR Kyushu. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Die Dampflokomotive 58654 ist die älteste betriebsfähige Dampflok Japans. Sie fährt mit dem Hitoyoshi SL Express zwischen Kumamoto und Hitoyoshi. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Ein Expresszug in Hakata Station - neben den Shinkansen Hochgeschwindigkeitszügen gibt es ein großes ganz Japan umspannendes Netz von Eisenbahnen in der Spurweite 1067 Milimeter. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Der Schutz für die Kupplung des Yufuin no Mori - sie erinnert an einen Propeller. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Der "Seven Stars" Luxuszug überquert eine Brücke in Fukuoka. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Der "Seven Stars" er war der erste moderne Luxuszug in Japan. Die "Sieben Sterne" stehen für die sieben Präfekturen Kyushus. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
In den Salonwagen des Seven Stars werden nicht nur edle Speisen serviert, am Abend verwandelt sich der Wagen in eine Lounge mit Barmusik. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Der "Yufuin no Mori", ein Expresszug, der von Hakata Station in den Thermalbadeort Yufuin fährt. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Nahe bei Yufuin ist ein Nahverkehrszug unterwegs. Viele der schönsten Orte liegen an kleinen Nebenstrecken. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Ein Lokführer im Nahverkehrszug - stets tragen die japanischen Lokführer weiße Handschuhe. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Die Dampflok des Hitoyoshi Steam Trains auf der Drehscheibe in Hitoyoshi. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Toyomi Shobu ist wohl der berühmteste Bentoboxverkäufer in Japan. Weit über achtzig ist er und verkauft seit mehr als 50 Jahren seine Vesperboxen. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Der Vulkan Sakurajima gegenüber der fünfhunderttausend Einwohnerstadt Kagoshima. Der Vulkan gehört zu den aktivsten in Japan. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Unterwegs nach Ibusuki - ein Nahverkehrszug passiert eine der vielen kleinen Brücken. Typisch für Japan, die Brücke hat keinen seitlichen Weg und kein Geländer. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Die Gesten gehören in Japan einfach dazu - ein Shinkansen wird abgefertigt und der Bahnmitarbeiter versichert sich über seine genau vorgeschriebenen Gesten, dass alles nach Vorschrift läuft. Sind die Türen zu? Ist der Zug bereit? Jedesmal erfolgt eine Geste der Rückversicherung. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Ein Shinkansen Hochgeschwindigkeitszug fährt aus - der Zugführer schaut aus dem Fenster, ob alles klar ist. Am Ende des Bahnsteigs hat der Zug bereits eine Geschwindigkeit von rund 120 Kilometer pro Stunde - da muss man die Mütze festhalten. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen

Nur wenige Menschen besuchen diese ur-japanische Region. Der Film zeigt die Kontraste zwischen modernen Metropolen und traditionellen Brauchtum auf dem Land. Mit dem Zug durch Japans Süden startet in der Millionenmetropole Fukuoka, dort herrscht nicht nur die Hektik einer japanischen Großstadt, die Menschen gehen dort traditionell nach Feierabend in ambulante Restaurants am Straßenrand. Im kleinen Ort Yame steht ein Besuch bei einem der ältesten Laternenmacher an, ein paar Türen weiter wird in einer mehrere hundert Jahre alten Teehandlung gearbeitet.

Weiter geht es in einem Luxuszug, dem "Seven Stars". Mit ihm kann man die schönsten Strecken Kyushus erkunden und das im Stil der Belle Epoqué. Heiße Quellen gibt es im traditionellen Badeort Yufuin. Das Aso-Kratergebiet ist nicht nur für seinen aktiven Vulkan, sondern auch wegen seines Nationalparks berühmt. Weiter im Süden ist in Hitoyshi ein altes shintoistisches Erntedank-Ritual zu beobachten - Löwen beißen dabei Kindern in den Kopf, was denen Glück und Gesundheit bringen soll. Die Fahrt geht weiter nach Kagoshima, das durch den stets Rauch und Asche speienden Haus-Vulkan geprägt ist.

Schließlich endet die Reise am Südzipfel der Insel in Ibusuki - die Fahrt mit dem Zug ist wie der Blick in ein Kaleidoskop, der die unglaubliche Vielfalt und Gegensätzlichkeit der südlichen Hauptinsel Japans zeigt.

Die "Deutsche Welle" hat den Film nun in mehrere Sprachen übersetzt. Hier ist die englische Fassung zu sehen:

(ESD arte: 08.07.2020)

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