Folge 1013

30 Jahre ICE

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Am 29.5.1991 um 12 Uhr stellt Bundespräsident von Weizäcker symbolisch das Ausfahrtssignal für die ICE-Inbetriebnahme mit einer Sternfahrt, auch die Strecke Mainz-Stuttgart-München ist Teil davon.

. Dieses 1:1 Modell des ICE 3 wurde ursprünglich gebaut, um dem Vorstand ein Bild des neuen Zuges zu geben. (Foto: SWR, Alexander Schweitzer)
Mock up des ICE 3 im DB Museum Nürnberg. Dieses 1:1 Modell des ICE 3 wurde ursprünglich gebaut, um dem Vorstand ein Bild des neuen Zuges zu geben. Das Design des ICE 3 von Alexander Neumeister galt damals als bahnbrechend. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
ICE 3 im Bahnhof Würzburg Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
ICE 3 zwischen Würzburg und Nürnberg Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
ICE 4 auf der Geislinger Steige Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Der ICE 3 wurde extra für die Neubaustrecke Köln-Frankfurt gebaut. Die Strecke verläuft teilweise parallel zur Autobahn – hier die Hallerbachtalbrücke. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
ICE 4 XXL während der Übergabefahrt bei einem kurzen Halt in Limburg-Süd. Noch gehört der Zug Siemens. Nach erfolgreicher Testfahrt nach Berlin geht der 13telige Zug ins Eigentum der DB AG über. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Pause kurz vor Leipzig. Lokführer Wolfgang Brade war eine Stunde vor Plan, da kam unser Außenteam nicht mehr mit. Freundlicherweise stellt er hier den Zug eine Stunde lang zur Seite, Zeit genug für unser Kamerateam, den Zug zu überholen. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Lokführer Wolfgang Brade am Ende der Übergabefahrt im Berliner Hauptbahnhof. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
Heinz Dürr vor dem Berliner Hauptbahnhof. Vor 30 Jahren eröffnete er als Bahnvorstand den Schnellverkehr in Deutschland. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen
1991 wurden die beiden Neubaustrecken Hannover-Würzburg und Mannheim-Stuttgart eröffnet. Unser Bild zeigt einen ICE 1 auf dem Enztalviadukt zwischen Stuttgart und Vaihingen/Enz. Alexander Schweitzer Bild in Detailansicht öffnen

Um den Schienenverkehr noch schneller zu machen, wurde zudem ein neuer Zug aufs Gleis gestellt – der ICE. Mit dem Motto „Doppelt so schnell wie das Auto, halb so schnell wie das Flugzeug“ warb die damalige Bundesbahn für den neuen Zug, durch dessen Einführung am 2.6.1991 der größte Fahrplanwechsel der Bundesbahn-Geschichte durchgeführt wurde. Damaliger Bahnvorstand war Heinz Dürr, der im Interview heute von einem Neubeginn des damaligen Schienenverkehrs spricht. Mitverantwortlich dafür war Peter Lankes, er hat sich mehr als 30 Jahre als Projektleiter bei der DB um die Entwicklung des ICE gekümmert.

Bereits 1985 war er bei Fahrten mit dem ICE V, einem Prototyp des ICEs, mit dabei. Bei Versuchsfahrten wurde damals u.a. getestet, wie sich ein Hochgeschwindigkeitszug bei der Begegnung mit einem anderen Zug in einem Tunnel verhält – Grundlagenforschung. Lankes war später auch für den ICE 3 zuständig. Dieser Zug wurde von dem renommierten Designer Alexander Neumeister geformt. Sein langjähriger Mitarbeiter Andreas Bergsträßer erinnert sich noch, mit welcher Passion Neumeister an die Arbeit ging. Der ICE 3 war damals aber auch in technischer Hinsicht ein Markstein – er wurde für Tempo 330 entwickelt.

Seit 2016 gibt es nun den ICE 4. Wir begleiten eine Übergabefahrt quer durch Deutschland von Köln nach Berlin. Auf dieser Fahrt testet ein Lokführer der DB, ob der dreizehnteilige ICE 4 XXL fit für den fahrplanmäßigen Einsatz ist – ein Ende der ICE-Geschichte ist auch nach 30 Jahren nicht absehbar.

(ESD: 28.05.2021)

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