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Die Millionenmetropole Hakata/Fukuoka auf Japans Südinsel Kyushu hat einen überaus spannenden Bahnverkehr. Neben Shinkansen Hochgeschwindigkeitszügen verkehren die unterschiedlichsten Nahverkehrszüge und nicht zuletzt der Luxuszug "Seven-Stars".

Es wirkt für Westeuropäer wie eine Pantomime: Bahnbedienstete zeigen nach vorn, deuten auf Monitore und recken den Zeigefinger ins Leere. Das Ritual steht für legendäre Sicherheit japanischer Eisenbahnen. Jeder versichert sich: Ist der Fahrweg frei, sind die Türen zu und kein Fahrgast im Sicherheitsbereich.

Hakata Station - Highspeed, Luxus, Höflichkeit

Ein Shinkansen Hochgeschwindigkeitszug fährt in Hakata Station ein (Foto: SWR, Harald Kirchner)
Ein Shinkansen der JR Kyushu in Hakata/Fukuoka - eine Baureihe N700, allerdings in der hellblauen Lackierung der JR Kyushu. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Ein Expresszug in Hakata Station - neben den Shinkansen Hochgeschwindigkeitszügen gibt es ein großes ganz Japan umspannendes Netz von Eisenbahnen in der Spurweite 1067 Milimeter. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Der "Seven Stars" Luxuszug überquert eine Brücke in Fukuoka. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Der "Seven Stars" er war der erste moderne Luxuszug in Japan. Die "Sieben Sterne" stehen für die sieben Präfekturen Kyushus. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
In den Salonwagen des Seven Stars werden nicht nur edle Speisen serviert, am Abend verwandelt sich der Wagen in eine Lounge mit Barmusik. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Ein Lokführer im Nahverkehrszug - stets tragen die japanischen Lokführer weiße Handschuhe. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Ein Shinkansen Hochgeschwindigkeitszug fährt aus - der Zugführer schaut aus dem Fenster, ob alles klar ist. Am Ende des Bahnsteigs hat der Zug bereits eine Geschwindigkeit von rund 120 Kilometer pro Stunde - da muss man die Mütze festhalten. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Der Speisewagen des Luxuszuges "Seven Stars". Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Ein Teehandelshaus aus dem 18. Jahrhundert in Yame. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Figur eines traditionellen Puppentheaters in Yame Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
...der Hauptdarsteller des Stücks - ein pilgernder Edelmann. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen
Die Trassen für die Shinkansen Hochgeschwindigkeitsstrecken ziehen sich durch die Häuserschluchten der Millionen Metropole Hakata/Fukuoka. Harald Kirchner Bild in Detailansicht öffnen

In Hakata Station dem Bahnhof der Millionen Metropole Hakata/Fukuoka auf Japans Südinsel Kyushu sind diese Rituale im Minutentakt zu sehen. Der Bahnhof bietet wie im Brennglas die unterschiedlichsten Bahnfacetten Japans. Shinkansen Hochgeschwindigkeitszüge brausen heran und die verschiedensten Nahverkehrszüge erschließen das Umland. Im Kontrast zur hektischen Metropole Hakata, steht das beschauliche Yame in das uns ein Nahverkehrszug bringt.

Alte japanische Häuser beherbergen Handwerksbetriebe die teils seit mehreren Jahrhunderten hier arbeiten - ein Laternenmacher, der sogar Holywoodproduktionen mit Laternen versorgt. Highlight in Hakata Station ist allerdings der "Seven Stars", Japans erster moderner Luxuszug. Das Ambiente ist im Stil der Belle Époque gehalten. Die schon sprichwörtliche japanische Höflichkeit wird hier in Vollendung zelebriert. Der Fahrgast wird in einer mehrtägigen Rundfahrt durch Kyushu geschaukelt - das Ziel ist dabei nicht wichtig, es geht auch nicht um Völlerei, nein Kontemplation und tiefer Genuß soll der "Seven Stars" bieten, erklärt der Crewmanager. Hakata Station mit all seinen Zügen eröffnet die ganze Vielfalt japanischen Bahnverkehrs.

(ESD: 13.11.2020)

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