Folge 973 Die Gäubahn - Das Ende einer Magistrale?

Die Zugverbindung zwischen Stuttgart und Singen und weiter bis Zürich war einst eine wichtige Magistrale, auf der Züge zwischen Berlin und Italien verkehrten. Der Film erzählt die über 140-jährige Geschichte der Gäubahn und fragt, wie es weiter geht.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
14:15 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Folge 973 Die Gäubahn

Gäubahn-Überführung und Straßenbahn an der Nordbahnhof-Straße in Stuttgart. Rechts Eisenbahner-Wohnungen. (Sammlung des Arbeitskreises Eisenbahn-Historie Württemberg) (Foto: SWR)
Gäubahn-Überführung und Straßenbahn an der Nordbahnhof-Straße in Stuttgart. Rechts Eisenbahner-Wohnungen. (Sammlung des Arbeitskreises Eisenbahn-Historie Württemberg) Bild in Detailansicht öffnen
Bau der Gäubahn-Überführung in Stuttgart-Nord um 1920. So konnte die Strecke kreuzungsfrei über die Gleise geführt werden, die Richtung Norden verlaufen. Von den drei Häusern unter der Brücke wird heute nur noch eines bewohnt. Die beiden vorderen nutzt die Bahn als Baustellenbüro. (Sammlung Uwe Siedentop) (Sammlung Uwe Siedentop) Bild in Detailansicht öffnen
Die Panoramastrecke der Gäubahn oberhalb von Stuttgart, aufgenommen etwa im Jahr 1900. Hier die Haltestelle Heslach mit Blick auf die Matthäuskirche. (Sammlung Uwe Siedentop) Sammlung Uwe Siedentop Bild in Detailansicht öffnen
Der Stuttgarter Gäubahn-Haltepunkt Wildbad wurde 1896 eröffnet und 1961 stillgelegt. Er ist ist noch weitgehend erhalten. Bahnhofsvorsteher Sebastian Imhof hat auf dem Speicher des Bahnhofsgebäudes in der Zeit der NS-Diktatur zeitweise den Publizist und Schriftsteller Josef Eberle und seine jüdische Frau Else versteckt. (Sammlung des Arbeitskreises Eisenbahn-Historie Württemberg) (Sammlung des Arbeitskreises Eisenbahn-Historie Württemberg) Bild in Detailansicht öffnen
Zur Eröffnung der Gäubahn 1879 wurde extra ein Marsch komponiert. Herbert Stemmler Bild in Detailansicht öffnen
Die Gäubahn bei Neckarhausen im Jahr 1937. Damals war sie zweigleisig. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist sie von Horb bis Tuttlingen nur noch eingleisig. (Aufnahme Carl Bellingrodt; Sammlung Herbert Stemmler) (Aufnahme Carl Bellingrodt) Bild in Detailansicht öffnen
Der Schnellzug D 9 fuhr zwischen Konstanz und Berlin. Diese Bild entstand 1937 in der Nähe von Dettingen, das damals zu Hohenzollern gehörte. Die Gäubahn war hier zu dieser Zeit zweigleisig. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist sie von Horb bis Tuttlingen nur noch eingleisig. (Aufnahme Carl Bellingrodt, Sammlung Herbert Stemmler) (Sammlung Herbert Stemmler) Bild in Detailansicht öffnen
Unser Kameramann vor der Nesenbach-Eisenbahnbrücke in Stuttgart Hermann Altmayr Bild in Detailansicht öffnen
Halle des ersten Stuttgarter Hauptbahnhofes in der heutigen Bolzstraße Ende des 19. Jahrhunderts. Auf der Gäubahn-Drehscheibe steht eine Güterzuglokomotive der Klasse F2. Diese Loks haben auch Personenzüge aus dem Stuttgarter Talkessel aufs Gäu gezogen. Die Ortsschilder links verweisen auf die Ziele der Strecke, die Schweiz und den Schwarzwald. (Foto Maschinenfabrik Esslingen; Sammlung Rudolf Röder) (Sammlung Rudolf Röder) Bild in Detailansicht öffnen
Stahlgitterviadukt über den Nesenbach in Stuttgart Anfang der 30er Jahre. Der Personenzug mit einer Lokomotive der Klasse C befindet sich auf der Fahrt über die Panoramastrecke zum Stuttgarter Hauptbahnhof. (Foto Alfred Ulmer; Sammlung Rudolf Röder ) (Sammlung Rudolf Röder) Bild in Detailansicht öffnen
Eine von Deutschland beschlagnahmte Lokomotive der französischen Reihe 141 TB verlässt 1943 das Stuttgarter Kriegsbergtunnel in Richtung Böblingen. Die Lok war vorher für die Belgische Staatsbahn im Einsatz. (Foto Alfred Ulmer; Sammlung Rudolf Röder) (Sammlung Rudolf Röder) Bild in Detailansicht öffnen

 

Zur Einweihung der Gäubahn vor 140 Jahren wurde sogar ein eigener Marsch komponiert. Man hat die Stecke dann so lange ausgebaut, bis sie durchgehend zweigleisig war. Doch seit Kriegsende liegt zwischen Horb und Tuttlingen nur noch ein Gleis. Bis heute.

Große Änderungen stehen wegen der Bauarbeiten für „Stuttgart 21“ an. So soll der Start- und Endbahnhof der Gäubahn in zwei S-Bahn-Stationen verlegt werden. Für eine Übergangszeit von mehreren Jahren werden Umsteiger damit in der Regel ein Fahrzeitverlängerung von einer Stunde in Kauf nehmen müssen.

Nach der Fertigstellung von „Stuttgart 21“ sollen die Züge aus dem Süden nicht mehr über die Stuttgarter Panoramastrecke zum neuen Hauptbahnhof fahren, sondern über den geplanten Flughafenbahnhof und einen langen Tunnel. Kritiker wollen aber an der alten Trasse festhalten und zumindest einen Teil des Kopfbahnhofs retten. Genauso der Landesverkehrsminister. Er schlägt vor, die Bahnsteige dann unter die Erde zu legen.

(ESD: 25.10.2019)

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