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AUTOR/IN
Alexander Schweitzer (Foto: SWR, SWR - Wolfgang Drichelt)

"Le petit train jaune" fährt durch die einzigartige Berglandschaft der französischen Pyrenäen. Er erschließt die Cerdagne, eine abgeschiedene Hochfläche in der Nähe von Andorra.

"Le canari", der Kanarien-Vogel, so nennen die Bewohner der Cerdagne liebevoll ihren Zug. Er ist in den Farben gelb und rot gestrichen und fährt durch die östlichen Pyrenäen von Villefranche-Vernet-les-Bains (415 Meter) bis nach Latour-de-Carol. Rund drei Stunden zuckelt er durch eine atemberaubende Gegend über 28 Viadukte und durch 20 Tunnels und überwindet dabei ca. 1200 Höhenmeter und erreicht so den höchsten Bahnhof Frankreich Bolquère-Eyne (1593 Meter).

Ursprünglich sollte die Bahn die abgeschiedene Gebirgs-Region der französischen Pyrenäen mit Perpignan verbinden.

Der Kanarienvogel mit luftigem Anhänger (Foto: SWR, SWR -)
Der Kanarienvogel mit luftigem Anhänger SWR -

Heute nutzen im Sommer hauptsächlich Touristen den Zug. Doch im Winter kann "le canari" auch für die Einheimischen überlebenswichtig werden, wenn die Straßen durch Schnee und Glatteis unpassierbar sind. Aufgrund des alten Fahrzeugbestandes und der technischen Ingenieurskunst beim Bau der Gebirgsbahn, gibt es sogar Bemühungen, den gelben Zug als UNESCO-Weltkulturerbe anzuerkennen.

(ESD: 05.11.2006)

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