Folge 812

Oberlausitzer Impressionen – Die Waldeisenbahn von Bad Muskau

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Die Oberlausitz, ganz im Osten Sachsens gelegen, ist seit jeher bekannt als Industrieregion, in der sich riesige Bagger durch die Landschaft fressen und täglich tausende von Tonnen Braunkohle aus der Erde holen.

Unter anderem war der Bergbau in um Bad Muskau 1895 der Grund für den Bau einer 600 mm Feldbahn. Bis zur Jahrhundertwende war das Streckennetz auf über 50 km angewachsen. In ihrer Blütezeit vor dem Zweiten Weltkrieg waren auf der Muskauer Waldeisenbahn 11 Dampfrösser sowie 550 Wagen im Einsatz.

Nach der Wende wurde der Betrieb eingestellt, aber die Bahn konnte überleben, weil ein Verein rechtzeitig einen 12 Kilometer Streckenabschnitt übernommen und rollendes Material vor Verkauf oder Verschrottung gerettet hat. Heute ist zwischen Weißwasser, Bad Muskau und Kromlau ein florierender Museumsverkehr eingerichtet.

Hauptattraktion an der Endstation ist der Fürst-Pückler-Park direkt an der Grenze zu Polen, der seit 2004 auf der Liste der Unesco-Weltkulturerbe steht.

Zusätzlich werden der Berzdorfer See nahe Görlitz vorgestellt, eine sogenannte Bergbaunachfolgelandschaft, seit 2012 ein attraktives Freizeitgelände zum Baden und Wandern. An seinen Ufern der letzte Schaufelradbagger des Abbaugebiets Berzdorfer Grund, museal aufbereitet vom Verein bergbaulicher Zeitzeugen. Ein Blick vom Aussichtsturm "Scherer Berg" ins Abbaugebiet Nochten zeigt die riesige Wunde, die diese Riesenbagger der Landschaft zufügen.

(ESD: 14.03.2014)

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