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Currentzis-LAB | Werkstattgespräch Mahlers Dritte: "Das ist keine gesunde Musik"

Currentzis LAB (Foto: SWR, Klaus Mellenthin - Klaus Mellenthin)
Zwei Tage vor seinem Antrittskonzert hat der neue Chefdirigent des SWR Symphonieorchesters zum "Currentzis LAB" eingeladen: Bei einem Werkstattgespräch vermittelte er seine Ansichten über Mahlers 3. Sinfonie, die er beim Antrittskonzert am 20./21. September dirigieren wird. Klaus Mellenthin - Klaus Mellenthin
Im LAB möchte Currentzis seine Zuhörer das erleben lassen, was die Musik mit uns macht, welche Emotionen sie auslöst, was sie uns erzählt. Seiner Meinung nach hängt die Zukunft der klassischen Musik von der Fähigkeit der Zuhörer ab, wirklich zu verstehen, was im Inneren der Musik passiert. Im Bild (v.l.n.r.): Pianist Lars Jönsson, Chefdirigent Teodor Currentzis, Mahler-Expertin Dr. Renate Stark-Voit und Pianist Christoph Grund. Klaus Mellenthin - Klaus Mellenthin
Teodor Currentzis: "Debussy, mein guter Freund, hat gesagt: 'Das größte Crescendo ist ein Diminuendo'. Und er hat recht". Klaus Mellenthin - Klaus Mellenthin
Der letzte Satz aus Gustav Mahlers dritter Sinfonie war der Themenschwerpunkt an diesem Abend. Teodor Currentzis dirigierte und kommentierte auf Englisch Note für Note. Klaus Mellenthin - Klaus Mellenthin
Jede noch so kleine, intime Nuance ist Currentzis wichtig, um Gerüche, Schmerz, Leidenschaft, Spiritualität, Melancholie, Tod und Leben zum Leben zu erwecken - alles Stimmungen und Aspekte, die für ihn diese Musik enthält. Klaus Mellenthin - Klaus Mellenthin
Hörbeispiele kamen über Lautsprecher oder wurden direkt von den Pianisten Lars Jönsson (l.) und Christoph Grund (r.) gespielt. Als Gesprächspartnerin hatte sich Teodor Currentzis die Mahler-Expertin Dr. Renate Stark-Voit von der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft aus Wien eingeladen. Oliver Reuther -
Am Ende gab es für das Publikum noch die Möglichkeit Fragen zu stellen, zum Beispiel warum sich Teodor Currentzis genau diese Sinfonie für sein Antrittskonzert ausgewählt hat. Seine Antwort: "Ich habe eine sehr enge Verbindung zum dem Werk, aber dirigiere es sehr selten, denn es schmerzt mich immer sehr. Das ist keine gesunde Musik, das kann ich Ihnen sagen." Klaus Mellenthin - Klaus Mellenthin
Nach zwei Stunden ging ein inspirierender Abend mit gelebter Musikvermittlung und Teodor Currentzis hautnah zu Ende. Eine Veranstaltung, die Lust auf mehr macht und an das Zitat von Gustav Mahler erinnert: "Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten." Oliver Reuther -
Auf SWRClassic.de konnte das LAB im Live-Videostream mitverfolgt werden. Ab dem 20. September steht der Mitschnitt dort als Video-on-Demand zur Verfügung. Das Antrittskonzert am 20. September wird ab 20 Uhr ebenso live auf SWRClassic.de gestreamt, außerdem live in SWR2 gesendet. Oliver Reuther -
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