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SENDETERMIN So, 18.6.2017 | 6:00 Uhr | SWR Fernsehen

Asien: Jemen Shibam

Im Chicago der Wüste bröckelt der Lehm

Shibam, das sind 500 Hochhäuser aus Lehm auf engstem Raum, eine Skyline, die an Manhattan oder Chicago erinnert. Nur liegt Shibam in der Wüste, ist fast 2000 Jahre alt und war einst Hauptstadt der Oase Hadramaut im Jemen, eine reiche Stadt am Ausgangspunkt der Weihrauchstraße.

Moschee und Häuser

Moschee und Häuser

In Hochhäusern lebte man aus Sicherheitsgründen, denn der Reichtum lockte stets fremde Krieger. Heute fühlen sich nur Touristen noch von Shibam angezogen. Die Shibamis selber ziehen nach und nach aus, denn es gibt längst keinen Grund mehr, in Hochhäusern zu wohnen - so eng beieinander. Deshalb ist die Stadt dem Verfall preisgegeben. Unaufhaltsam bröckelt die Skyline aus Lehm. Shibam steht auf der Liste der bedrohten Denkmäler des Weltkulturerbes.

Daten & Fakten

Kulturdenkmal: mit einer hohen Stadtmauer umgebene Stadt auf einem rechteckigen Grundriss von 400x500 m
UNESCO-Ernennung: 1982
Ende des 2. Jh. n. Chr.
vermutlich Ortgründung
16./17. Jh.
vermutlich Anlage der heutigen Stadt
1936
Besuch der britischen Entdeckungsreisenden Freya Stark
1996
Beschädigung durch heftige Regenfälle

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